23 Millionen Euro für die Mensa Süd der Universität Rostock
Mecklenburg-Vorpommern startet mit einer Container-Interims-Mensa die Planungen für Übergangslösung und Neubau
Für den Neubau der Mensa Süd an der Universität Rostock stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern 23 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes bereit. Die Förderzusage übergab Wissenschaftsministerin Bettina Martin am Freitag an das Studierendenwerk Rostock-Wismar.
Mit der Zusage beginnt nun die konkrete Planungsphase. Diese umfasst sowohl eine Übergangslösung für das bisherige, abzureißende Mensagebäude als auch den späteren Neubau. Als erster Schritt ist eine Container-Interims-Mensa auf dem Parkplatz südlich der Albert-Einstein-Straße vorgesehen.
Sanierungsbedarf am bisherigen Gebäude
Nach Angaben des Landes ist das aktuelle Mensagebäude schwer sanierungsbedürftig und muss ersetzt werden. Die bisherige Mensa entspricht nach fast 27 Jahren nicht mehr den aktuellen bauordnungsrechtlichen Anforderungen. Genannt werden insbesondere Defizite beim Brand-, Arbeits- und Hygieneschutz.
Eine Machbarkeitsstudie hatte zudem ergeben, dass über den Austausch der Bandspülmaschine hinaus umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Gebäude nötig wären. Festgestellt wurden demnach gravierende Feuchtigkeitsschäden im Bereich der Spül- und Produktionsküche sowie im Technikbereich des Untergeschosses. Hinzu kommen funktionale Defizite in der Raumaufteilung, vor allem in den Sozial- und Lagerbereichen.
Neubau gilt als wirtschaftlichste Lösung
Die Errichtung einer Übergangslösung und der anschließende Neubau eines Mensagebäudes haben sich laut Pressemitteilung als wirtschaftlichste Variante herausgestellt. Nach bisheriger Planung soll die neue Mensa im Jahr 2030 in Betrieb gehen.
Teil der Investitionen in Wissenschaft und Forschung
Die Förderung für die Mensa Süd ist Teil eines größeren Investitionsprogramms. Aus den 1,92 Milliarden Euro, die Mecklenburg-Vorpommern aus dem Sondervermögen zur Verfügung stehen, will das Land 150 Millionen Euro in die Infrastruktur von Wissenschaft und Forschung investieren. Nach Angaben des Ministeriums gehören dazu auch die Mensen.
Ministerin Martin bezeichnete die Förderung als Bestandteil des MV-Plans. Sie verwies darauf, dass eine gute Essensversorgung sowohl für Studierende als auch für Beschäftigte der Universität wichtig sei. Zudem profitierten auch Bürgerinnen und Bürger von dem preiswerten Mittagstisch in der Mensa. Darüber hinaus hob sie die Bedeutung der Mensa als Begegnungs- und Kommunikationsort an Hochschulen hervor.
Bedeutung für den Campus
Auch das Studierendenwerk Rostock-Wismar betont die Rolle der Mensa Süd für das Campusleben. Geschäftsführer Kai Hörig erklärte, die Mensa sei für viele Studierende weit mehr als ein Ort zum Essen und ein zentraler Treffpunkt. Mit der Förderung des Landes könnten nun die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Versorgung während der Bauphase sicherzustellen und anschließend eine moderne Mensa zu eröffnen, die den Anforderungen eines wachsenden Hochschulstandorts gerecht werde.
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