Abiturergebnisse am Robert-Stock-Gymnasium im Fokus der Sondersitzung
Bildungsausschuss befasst sich mit der hohen Durchfallquote; interne Analyse und externe Evaluation sind vorgesehen
Bildungsausschuss berät über hohe Durchfallquote in Hagenow
Der Bildungsausschuss des Landtages hat sich in einer Sondersitzung am 15. Juli mit der hohen Durchfallquote am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow befasst. Nach Angaben des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung arbeiten alle Beteiligten gemeinsam an der Aufarbeitung der Abiturergebnisse. Dazu zählen auch die Schülervertretung und der Schulelternrat des Gymnasiums, die als Expertinnen und Experten zur Sitzung des Bildungsausschusses eingeladen sind.
Interne Analyse läuft bereits
Das Staatliche Schulamt Schwerin hat den Angaben zufolge unmittelbar nach Bekanntwerden der hohen Durchfallquote mit einer Analyse begonnen. Dabei wird ein standardisiertes Prüfverfahren genutzt. Ziel ist es, die Ursachen dafür zu klären, dass am Robert-Stock-Gymnasium ungewöhnlich viele Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfungen nicht bestanden haben.
Die interne Evaluation, die direkt nach Bekanntwerden der Ergebnisse gestartet wurde, umfasst verschiedene Bereiche der schulischen Arbeit. Die Lehrkräfte werden insbesondere über die Fachkonferenzen sowie zu pädagogischen Fragestellungen einbezogen. Das Staatliche Schulamt prüft unter anderem, ob die entsprechenden Verfahrensabläufe eingehalten wurden, und betrachtet organisatorische Aspekte. Gemeinsam mit der Schulleitung werden außerdem Fragen der Planung, Dokumentation, Protokollierung und Information ausgewertet.
Externe Evaluation durch geschultes Team
Ergänzend zur internen Überprüfung ist auch eine externe Evaluation vorgesehen. Diese übernimmt ein besonders geschultes Evaluationsteam des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V). Beteiligt sind außerdem das Staatliche Schulamt und eine weitere Schulleitung.
Im Rahmen eines etablierten Befragungs- und Analyseverfahrens werden Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte einbezogen. Auf dieser Grundlage erstellt das IQ M-V einen Evaluationsbericht.
Ergebnisse werden bis Ende Oktober erwartet
Aus dem Bericht sollen konkrete Maßnahmen für die weitere Schul- und Qualitätsentwicklung abgeleitet werden. Die Ergebnisse der internen und externen Evaluation sollen voraussichtlich Ende Oktober vorliegen. Anschließend werden sie von der Schule, dem Staatlichen Schulamt und den weiteren beteiligten Stellen gemeinsam ausgewertet.
Auf dieser Grundlage sollen konkrete Maßnahmen vereinbart und im weiteren Schulentwicklungsprozess umgesetzt werden.
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