Deutsches Meeresmuseum bestätigt Todesfall eines Wals im Greifswalder Bodden
Wasserschutzpolizei und Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sichern die Gefahrenstelle; das Museum bietet Untersuchungen zur Todesursache an
Im Greifswalder Bodden ist ein toter Wal gesichtet worden. Nach Angaben des Umweltministeriums wurde der Wasserschutzpolizei um 08:16 Uhr gemeldet, dass ein lebloser Wal im Bodden treibt.
Eine Mitarbeiterin des Deutschen Meeresmuseums stellte den Tod des Tieres inzwischen fest. Umweltminister Dr. Till Backhaus reagierte auf die Meldung mit Bedauern.
Einsatz zur Sicherung der Gefahrenstelle
Seit der Sichtung sind nach Ministeriumsangaben Mitarbeitende der Wasserschutzpolizei sowie des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Sie sichern die dadurch entstandene Gefahrenstelle und sollen die Leichtigkeit und Sicherheit des Schiffsverkehrs aufrechterhalten.
Untersuchung des Körpers geplant
Das Deutsche Meeresmuseum hat laut Mitteilung seine Bereitschaft erklärt, das tote Tier zu wissenschaftlichen Zwecken zu untersuchen. Von der Sektion erhofft sich das Ministerium weitere Erkenntnisse über die Todesursache solcher Tiere in den Gewässern der Ostsee. Zudem soll die Untersuchung helfen, mehr darüber zu erfahren, warum Buckelwale in ein für sie nach Darstellung des Ministers nicht geeignetes, teils sogar lebensfeindliches Umfeld einschwimmen.
Backhaus verweist auf zweiten Fall binnen eines Jahres
Backhaus erklärte, es sei bereits das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass der Tod eines Buckelwals in der Ostsee festgestellt werde. Dieses Mal sei das Tier direkt in den Hoheitsgewässern des Landes entdeckt worden.
Der Minister verwies zudem auf Hinweise, wonach sich die Buckelwalpopulation im Atlantik in den vergangenen Jahren gut erholt habe. Mehr Tiere bedeuteten offenbar auch mehr Irrläufer, die in die Ostsee einschwimmen.
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