E.ON und das Klimaschutz-Ministerium: Renaturierung der Biergraben-Niederung bei Malchin

Projekt in Malchin zur Stabilisierung des Wasserhaushalts mit Rückbau von Drainagen und Grabenplomben aus lokalem Boden

Von Landesredaktion MV

Renaturierung der Biergraben-Niederung bei Malchin geplant

E.ON und das Klimaschutz-Ministerium Mecklenburg-Vorpommern setzen gemeinsam mit der Stadt Malchin ein weiteres Umweltprojekt in der Region um. Geplant ist die Renaturierung der rund 59 Hektar großen Biergraben-Niederung südwestlich von Malchin. Das entspricht nach Angaben der Beteiligten etwa 83 Fußballfeldern.

Finanziert wird die Wiedervernässung des Moores von E.ON über den Tarif „ZukunftsStrom“. Dabei sammelt das Unternehmen mit jeder in diesem Tarif verbrauchten Kilowattstunde einen finanziellen „Zukunftsbeitrag“.

Maßnahmen sollen Wasserhaushalt stabilisieren

Im Rahmen des Projekts sollen 19 Drainagen zurückgebaut und 25 Grabenplomben aus lokalem Boden errichtet werden. Ziel ist es, den Wasserhaushalt zu stabilisieren. Nach Angaben der Projektpartner wird dadurch die Mineralisierung des Torfs gestoppt, die Emission von Treibhausgasen reduziert und das Wachstum des Moores gefördert. Die Maßnahmen sind auf eine Laufzeit von 50 Jahren angelegt.

Das Projekt soll nach den Angaben der Beteiligten mehrere ökologische Wirkungen entfalten. Genannt werden eine Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts, eine Abpufferung von Trockenperioden, Grundwasserschutz sowie ein besserer Überflutungsschutz bei Starkregen. Außerdem sollen Schadstoffe und Nährstoffe zurückgehalten werden, was die Wasserqualität in angrenzenden Gewässern wie der Ost-Peene und dem Kummerower See verbessern kann. Auch die Wiederherstellung moortypischer Flora und Fauna ist vorgesehen.

Zweites gemeinsames Umweltprojekt in kurzer Zeit

Nach dem Startschuss für die Renaturierung der Moorwiese Forstwisch ist die Biergraben-Niederung das zweite regionale Umweltprojekt, das E.ON und das Klimaschutz-Ministerium Mecklenburg-Vorpommern innerhalb kurzer Zeit gemeinsam angestoßen haben.

Die Umsetzung erfolgt den Angaben zufolge in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Malchin und dem Kompetenzzentrum Ökowertpapiere des Ministeriums. Der Bürgermeister der Stadt Malchin hob in diesem Zusammenhang die Unterstützung durch den Landwirtschaftsbetrieb Reimers & Römisch GbR hervor. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten sei es für Landwirte nicht selbstverständlich, dauerhaft auf die Bewirtschaftung von Flächen zu verzichten, auch wenn für die Restpachtlaufzeit eine Entschädigung gezahlt werde.

So funktioniert der Tarif „ZukunftsStrom“

Nach Angaben von E.ON tragen Kundinnen und Kunden des Tarifs „ZukunftsStrom“ auf zwei Wegen zum Umweltschutz bei. Sie beziehen demnach Ökostrom aus deutscher Erzeugung. Zudem investiert E.ON für jede in diesem Tarif verbrauchte Kilowattstunde 0,3 Cent als „Zukunftsbeitrag“ in deutsche Umwelt- und Klimaschutzprojekte.

Der Strom wird laut Pressemitteilung in Höhe des Verbrauchs aus regenerativen Energiequellen mit Standort in Deutschland gewonnen und in das Stromnetz eingespeist. Der Nachweis erfolgt über die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt. Zusätzlich verpflichtet sich E.ON nach eigenen Angaben, einen Betrag in Höhe von 0,3 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde für nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzprojekte zu verwenden.

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