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Ende der Sofort-Ausstellung von Freistellungsbescheinigungen

Ab August 2025 müssen Bauunternehmen ihre Anträge rechtzeitig einreichen, um Steuerabzüge zu vermeiden

Von Landesredaktion MV01.08.25, 11:31

Das Finanzministerium informiert über eine wichtige Änderung im Antragsverfahren für Freistellungsbescheinigungen bei Bauleistungen. Ab dem 6. August 2025 tritt eine neue Regelung in Kraft, die unmittelbare Auswirkungen auf Unternehmen und Selbstständige in der Baubranche haben dürfte.

Änderung der Ausstellungsmodalitäten

Bisher war es möglich, Freistellungsbescheinigungen nach § 48b Einkommensteuergesetz (EStG) direkt nach Antragstellung vor Ort zu erhalten. Ab dem Stichtag 6. August 2025 entfällt diese Sofortausstellung. Damit erhalten Antragstellende die Bescheinigung nicht mehr unmittelbar ausgehändigt.

Kurz erklärtFreistellungsbescheinigung

Eine Freistellungsbescheinigung ist ein Dokument, das Bauunternehmen von der Pflicht entbindet, bei Bauleistungen einen Steuerabzug vorzunehmen. Sie wird gemäß § 48b EStG ausgestellt.

Notwendigkeit rechtzeitiger Antragstellung

Das neue Verfahren macht es erforderlich, Anträge auf Freistellungsbescheinigungen frühzeitig zu stellen, um Verzögerungen bei der Abwicklung von Bauaufträgen zu vermeiden. Eine sofortige Ausstellung vor Ort ist ab dem Inkrafttreten der Regelung nicht mehr möglich.

Bauherren und Dienstleister in der Branche sind angehalten, sich auf die veränderten Abläufe einzustellen und entsprechende Vorlaufzeiten bei der Beantragung zu berücksichtigen.

Weitere Informationen und Hintergründe

  • Die Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG ist insbesondere für Auftragnehmer im Baugewerbe relevant.
  • Die Änderung betrifft alle Antragstellenden ab dem 6. August 2025.
  • Das Finanzministerium rät, die eigenen Fristen für laufende und geplante Projekte entsprechend anzupassen.
  • Pressemitteilung des Finanzministeriumshttps://www.regierung-mv.de/Landesregierung/fm/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=213029&=processor.&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

    Mit der neuen Richtlinie verfolgt das Finanzministerium das Ziel, die Bearbeitungsprozesse zu standardisieren. Details zur Umsetzung und ggf. erneute Anpassung der Abläufe erwarten Branchenbeteiligte mit Spannung.

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