Grundsteinlegung für neuen Hämatologie- und Onkologie-Standort in Greifswald
Der Ersatzneubau der Universitätsmedizin Greifswald bündelt künftig stationäre und ambulante Bereiche sowie Palliativstation und Tageskliniken
Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat an der Universitätsmedizin Greifswald der Bau eines neuen Klinikgebäudes für die Hämatologie und Onkologie begonnen. Der Ersatzneubau bündelt künftig die Hämatologie und Onkologie, eine Palliativstation, Tageskliniken, ambulante Funktionen sowie weitere medizinische Bereiche unter einem Dach.
Investition von rund 104,3 Millionen Euro
Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert gemeinsam mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 104,3 Millionen Euro in das Vorhaben. Nach Angaben des Finanz- und Digitalisierungsministeriums soll der Neubau die Bedingungen für die Gesundheitsversorgung sowie für Forschung und Lehre an der Universitätsmedizin Greifswald weiter verbessern.
Auch aus Sicht des Wissenschaftsministeriums stärkt das Projekt sowohl die medizinische Versorgung als auch die Ausbildung des ärztlichen und pflegerischen Nachwuchses. Vorgesehen sind moderne technische und bauliche Voraussetzungen für stationäre und ambulante Therapien.
Neubau auf bisherigem Parkplatz
Das Gebäude entsteht im südlichen Bereich des Klinikums auf einer bislang als Parkplatz genutzten Fläche. Auf rund 5.500 Quadratmetern Nutzfläche sollen dort unter anderem folgende Bereiche untergebracht werden:
- Stationen der Hämatologie und Onkologie,
- Knochenmarktransplantation,
- Palliativstation,
- ambulante Behandlungsbereiche,
- Tageskliniken,
- ambulanter OP-Bereich.
Geplant ist zudem eine direkte Verbindung zum bestehenden Klinikum durch einen Tunnel. Damit sollen kurze Wege für Patientinnen und Patienten sowie für das medizinische Personal ermöglicht werden.
Fokus auf Energieeffizienz
Besonderes Gewicht liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Nach Angaben des Ministeriums wird der Neubau einen energetischen Standard erfüllen, der deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Eine Photovoltaikanlage mit 324 Modulen soll künftig einen Großteil des erzeugten Stroms direkt vor Ort bereitstellen. Dadurch sollen jährlich rund 86 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden.
Fertigstellung Ende 2027 geplant
Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die nächste Bauphase. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2027 vorgesehen. Bereits seit 2025 laufen auf dem Baufeld vorbereitende Arbeiten. Dazu zählen laut Mitteilung der Rückbau bestehender Gebäude, die Erschließung des Areals sowie Spezialgründungsarbeiten unter laufendem Klinikbetrieb.
Teil eines größeren Investitionsprogramms
Der Ersatzneubau ist Teil der kontinuierlichen Investitionen des Landes in die Universitätsmedizin Greifswald. Seit 2002 wurden auf dem Campus nach Angaben des Ministeriums Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 343 Millionen Euro umgesetzt. Damit soll die Universitätsmedizin als Zentrum für Krankenversorgung, Forschung und Lehre weiter gestärkt werden.
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