Ines Jesse besucht drei Straßenbauprojekte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Ersatzneubau von Bahnbrücken an der B 192, Ausbau der L 33 in Burg Stargard sowie Ortsumgehung Mirow an der B 198
Staatssekretärin Ines Jesse hat im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte drei Straßenbauprojekte besucht, die nach Angaben des Ministeriums derzeit vorankommen. Im Mittelpunkt standen der Ersatzneubau von zwei Bahnbrücken an der B 192 in Waren, der Ausbau der Ortsdurchfahrt Burg Stargard an der L 33 sowie die Ortsumgehung Mirow entlang der B 198.
„Ob Brücken, Ortsdurchfahrten oder Ortsumgehungen: hinter diesen Projekten stehen intensive Planungen, umfangreiche Abstimmungen und erhebliche Investitionen. Umso wichtiger ist es, dass diese wichtigen Maßnahmen gut vorankommen und am Ende spürbare Verbesserungen bringen. Das gilt für die Menschen vor Ort, die Unternehmen in der Region und die Verkehrssicherheit insgesamt“, sagte Jesse.
Waren: Ersatzneubau der Bahnbrücken an der B 192
In Waren informierte sich die Staatssekretärin über den Stand des Ersatzneubaus für zwei Bahnverkehrsbrücken der B 192. Die Bauarbeiten laufen seit August 2024 und sollen im Sommer 2028 abgeschlossen werden.
Die Baukosten betragen rund 29 Millionen Euro und werden überwiegend vom Bund getragen. Die Planungskosten trägt das Land.
Mit dem Ersatzneubau soll die zweistreifige Befahrbarkeit der Bundesstraße dauerhaft gesichert und wieder für den Schwerlastverkehr ohne Einschränkungen nutzbar gemacht werden. Nach Angaben des Ministeriums zählt die B 192 mit mehr als 20.000 Fahrzeugen täglich zu einer bedeutenden überregionalen Verkehrsverbindung.
Burg Stargard: Ausbau der Ortsdurchfahrt an der L 33
In Burg Stargard stand der Ausbau der Ortsdurchfahrt an der L 33 im Mittelpunkt. Der erste Bauabschnitt umfasst die Bahnhofstraße ab Walkmüllerweg über die Marktstraße bis zum Markt.
Geplant sind neben dem grundhaften Ausbau der Fahrbahn und der Nebenanlage auch die Erneuerung der Oberflächenentwässerung. Der erste Spatenstich erfolgte am 30. März 2026. Die Bauzeit des ersten Abschnitts beträgt sechs Monate.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 790.000 Euro, davon trägt das Land rund 570.000 Euro.
Der anschließende zweite Bauabschnitt umfasst unter anderem den Bereich des Bahnübergangs und soll ab 2029 gemeinsam mit der Deutschen Bahn umgesetzt werden.
Mirow: Ortsumgehung an der B 198
Anschließend machte sich Jesse ein Bild von der neuen Ortsumgehung Mirow. Die rund 8,3 Kilometer lange Umgehungsstraße ist Teil der B 198 und gilt als Projekt des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030.
Die B 198 hat eine wichtige überregionale Verbindungsfunktion, insbesondere für den Güterverkehr in Ost-West-Richtung. Die derzeitige Ortsdurchfahrt verläuft über rund drei Kilometer durch die Stadt und ist nach Angaben der Mitteilung durch enge und kurvige Straßenabschnitte, Grundstückzufahrten sowie nicht ausreichende Geh- und Radwege geprägt.
Nach dem offiziellen Spatenstich im März 2025 sind die erforderlichen Fäll- und Rodungsarbeiten bereits durchgeführt worden. Zudem sind erste Überführungsbauwerke der umliegenden Straßenverbindungen entlang der Trasse fertiggestellt worden.
Für die neue Ortsumgehung sind umfangreiche Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen vorgesehen. Dazu zählen rund 125 Hektar neue Wiesen, Gehölzstrukturen, Kleingewässer, Feuchtgebiete sowie rund zwölf Hektar neuer Laubmischwald.
„Die Ortsumgehung Mirow ist ein großes und anspruchsvolles Infrastrukturprojekt. Nach einer langen Planungsphase nimmt die neue Trasse nun sichtbar Gestalt an. Mit der Umgehung schaffen wir eine deutliche Entlastung für die Menschen in Mirow und verbessern gleichzeitig die überregionale Verkehrsanbindung“, sagte Jesse.
Investitionen in Straßenbau im Land
Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon entfallen rund 182 Millionen Euro auf Bundesstraßen und 80,6 Millionen Euro auf Landesstraßen.
Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land rund 160 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.
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