Mecklenburg-Vorpommern setzt Ausbaupläne für Straßen, Brücken und Radwege fort
Staatssekretärin Ines Jesse besucht Projekte in Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg; mehr als 100 Vorhaben im Straßenbauamt Schwerin in Bearbeitung

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Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert weiter in Straßen, Brücken und Radwege. Staatssekretärin Ines Jesse hat dazu aktuelle Straßenbauprojekte in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg besucht. Im Mittelpunkt standen nach Angaben des Landes die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Straßenbauamtes Schwerin.
Mehr als 100 Vorhaben in Bearbeitung
Im Straßenbauamt Schwerin werden derzeit mehr als 100 unterschiedliche Vorhaben in verschiedenen Planungs- und Bauphasen bearbeitet. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Ortsdurchfahrten, aktuell vor allem an Landesstraßen. Derzeit werden dort 15 Ortsdurchfahrten an Landesstraßen geplant, drei weitere befinden sich im Bau und zwei in der Planfeststellung.
Für die Auswahl und Priorisierung der Vorhaben kommen feste Kriterien zum Einsatz. Damit soll sichergestellt werden, dass Maßnahmen mit dem größten Handlungsbedarf zuerst umgesetzt werden.
Ortsdurchfahrten in Warlow, Dröllewitz und Dorf Mecklenburg
Bei ihrem Besuch informierte sich die Staatssekretärin unter anderem über den Stand mehrerer Ortsdurchfahrten. In Warlow laufen die Planungen. In Dröllewitz wird derzeit gebaut. Die Ortsdurchfahrt in Dorf Mecklenburg soll am 27. August offiziell für den Verkehr freigegeben werden.
Unfallhäufungsstellen, Radwege und Brücken im Blick
Ein weiterer Schwerpunkt waren Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallhäufungsstellen. Insgesamt wurden vier Kreuzungen vorgestellt, an denen entweder bereits gebaut wird oder konkrete Planungen laufen. Grundlage dafür sind die Empfehlungen der Unfallkommissionen.
Besichtigt wurden außerdem der kürzlich fertiggestellte straßenbegleitende Radweg entlang der Landesstraße L 05 zwischen Püttelkow und Boddin sowie der geplante Radweg zwischen Zurow und Reinstorf.
Vor Ort informierte sich Jesse zudem über den Stand des Ersatzneubaus der Brücke der L 04 über die Schmaar bei Zapel sowie über die Brücke über den Mühlenbach in Warin.
Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Landschaft
Ein Teil der Baustellenbesichtigung widmete sich auch dem Umwelt- und Naturschutz. Vorgestellt wurden unter anderem umfangreiche Alleebaum- und Streuobstwiesenpflanzungen, die als Ausgleich für Eingriffe durch den Straßenbau dienen. Nach Angaben des Landes gehören der Schutz und die Pflege der Alleen zu den wichtigen Aufgaben der Straßenbauverwaltung. Auch bei neuen Bauvorhaben werden demnach in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden der Landkreise ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant und umgesetzt.
263 Millionen Euro für Straßen in diesem Jahr geplant
Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 182 Millionen Euro für Bundesstraßen und 80,6 Millionen Euro für Landesstraßen vorgesehen.
Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land nach Angaben des Landes rund 160 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.
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