Zuwendungsbescheid für zweiten Bauabschnitt des Industrieparks Berlin-Szczecin
Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank übergibt rund 22 Millionen Euro aus GRW-Mitteln für die Erschließung auf rund 100 Hektar
Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat am heutigen Tag in Pasewalk einen Zuwendungsbescheid über rund 22 Millionen Euro für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Industrieparks Berlin-Szczecin übergeben. Die Förderung kommt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).
Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich laut Mitteilung auf rund 25 Millionen Euro. Auf einer Fläche von rund 100 Hektar sollen die Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen und größerer Industrievorhaben geschaffen werden. Das Vorhaben soll im Jahr 2030 abgeschlossen werden.
Fortsetzung der Erschließung in nördlicher Richtung
Die Stadt Pasewalk entwickelt den Industriepark Berlin-Szczecin mit einer Gesamtfläche von rund 156 Hektar in mehreren Bauabschnitten. Mit dem nun geförderten zweiten Abschnitt wird die Erschließung in nördlicher Richtung fortgesetzt. Nach Angaben des Ministeriums schafft dieser Bauabschnitt großflächige Ansiedlungsmöglichkeiten für neue oder erweiterungswillige Unternehmen.
Gefördert werden die innere Erschließung des Bebauungsplangebietes 47/17 sowie Teile der äußeren Medienerschließung. Dazu gehören insbesondere die Straßen- sowie die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Vorgesehen sind unter anderem ein Schmutzwasserpumpwerk mit Druckleitung, ein Schmutzwasser-Freigefällekanal sowie eine Trinkwasserleitung in der Dargitzer Straße. Rund 16,1 Millionen Euro entfallen auf die Ver- und Entsorgungsanlagen, weitere rund 5,2 Millionen Euro auf den Straßenbau.
Land verweist auf Standortentwicklung
Blank betonte bei der Übergabe, leistungsfähige Infrastruktur sei eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Regionen. Mit der Förderung werde der Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig gestärkt. Nach den Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt zahle sich eine vorausschauende Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen aus.
Für den ersten Bauabschnitt seien bereits rund 21 Millionen Euro GRW-Mittel bereitgestellt worden. Zusammen mit der nun bewilligten Förderung für den zweiten Abschnitt belaufe sich die GRW-Infrastrukturförderung des Landes für beide Bauabschnitte auf rund 43 Millionen Euro.
Ansiedlungen im ersten Bauabschnitt
Die Entwicklung des ersten Bauabschnitts habe bereits zu Industrieansiedlungen geführt. Nach Angaben des Ministeriums wurde mit TOPREGAL ein erster Ankerinvestor mit aktuell rund 40 Dauerarbeitsplätzen vor Ort gewonnen. Das Unternehmen investierte rund 29 Millionen Euro in den Standort.
Hinzu kommt die Ansiedlung von Birkenstock mit einem Investitionsvolumen von rund 107 Millionen Euro. Dort sollen aktuell rund 700 Arbeitsplätze bestehen; perspektivisch könnten am Standort bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen.
Verkehrsanbindung und Lage
Der Industriepark profitiert nach Darstellung des Ministeriums von seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Berlin und Szczecin. Über die Kreisstraße VG 70 besteht eine Anbindung an die Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie an die Autobahn A 20. Die vorhandene Schienenanbindung stärkt die Standortqualität zusätzlich.
Eine geplante zweite Verkehrsanbindung soll die überregionale Erreichbarkeit weiter verbessern und zugleich den Ortsteil Franzfelde vom Durchgangsverkehr entlasten. Zudem bietet die Lage im deutsch-polnischen Wirtschaftsraum und die Nähe zur Metropolregion Szczecin nach Angaben der Mitteilung gute Voraussetzungen für grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen und weitere industrielle Ansiedlungen.
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