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Betreff: Neue Sonderausstellung „Ordnung muss sein!? – Einblicke in „Eine Stadtgeschichte der Regeln und Verbote“ im Kulturhistorischen Museum Rostock
Pressemitteilung
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Neue Sonderausstellung „Ordnung muss sein!? – Einblicke in „Eine
Stadtgeschichte der Regeln und Verbote“ im Kulturhistorischen Museum
Rostock
Wo hört die Freiheit des Einzelnen auf, wo beginnt die Verantwortung
für die Gemeinschaft? Und wer entscheidet eigentlich, was sich
gehört? Die Sonderausstellung „Ordnung muss sein!? Eine
Stadtgeschichte der Regeln und Verbote“ im Kulturhistorischen Museum
Rostock lädt dazu ein, vermeintliche Selbstverständlichkeiten zu
hinterfragen. Vom 15. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 zeigt sie,
wie Regeln und Verbote das Leben in Rostock über Jahrhunderte geprägt
haben und was ihre Geschichte über die Gesellschaft heute verrät.
Ob strenge Kleiderordnungen, komplizierte Tischsitten oder staatliche
Eingriffe in das Privatleben: Was zu einer bestimmten Zeit als
notwendig, anständig oder verboten galt, konnte sich grundlegend
wandeln. Im historischen Rostock regelten städtische Verordnungen nahezu
alle Lebensbereiche. Sie bestimmten, wie viel Luxus erlaubt war, wann
gefeiert werden durfte und wie sich die Menschen zu kleiden hatten.
Dabei ging es nicht nur um Ordnung und Sicherheit, sondern auch um
Frömmigkeit, wirtschaftliche Interessen und die Festigung
gesellschaftlicher Rangordnungen. Während wohlhabende Kaufleute und
Ratsherren sich mehr leisten durften, galten für andere strengere
Grenzen.
Das Kuratorenteam der wissenschaftlich Mitarbeitenden Svenja Gierse und
Ullrich Klein zeigt in der Ausstellung historische Originaldokumente,
Fotografien, Textilien und interaktive Stationen, welche die Geschichte
der Regeln anschaulich machen und zum Entdecken einladen. Dabei schlägt
die Ausstellung immer wieder eine Brücke in die Gegenwart: Ist die
Jogginghose im Museum angemessen? Wie verändern sich Moralvorstellungen?
Und wie wird heute die Balance zwischen notwendigen Regeln und
individuellen Freiheiten empfunden?
„Regeln sind weit mehr als Vorschriften auf Papier. Sie spiegeln die
Werte und Machtverhältnisse ihrer Zeit, können Menschen schützen, aber
auch ausgrenzen und unterdrücken“, betont Svenja Gierse. „Gleichzeitig
zeigt die Geschichte, dass Regelbrüche gesellschaftlichen Wandel
anstoßen können. Wir möchten dazu einladen, die eigene Vorstellung
von Ordnung zu hinterfragen und darüber ins Gespräch zu kommen“, fügt
Ullrich Klein hinzu. Die Ausstellung macht deutlich: Regeln sind
menschengemacht und niemals unveränderlich. Ihre Geschichte ist deshalb
auch eine Geschichte gesellschaftlicher Aushandlung und der Freiheit,
über Ordnung und Verbote offen zu diskutieren.
Regelmäßige Donnerstagsführungen um 17 Uhr bereichern die
Sonderausstellung und bieten die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. Die
erste Führung findet bereits am Sonntag, 15. November 2026, um 11 Uhr
unter Leitung des Kuratorenteams statt.
Alle Interessierten sind zur feierlichen Eröffnung der neuen
Sonderausstellung am Samstag, 14. November 2026, um 17 Uhr eingeladen.
Hinweis für die Medien:
Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind am Freitag, 13. November
2026, um 11 Uhr zu einem Presserundgang mit Museumsleiter Dr. Steffen
Stuth und dem kuratierendem Team der wissenschaftlich Mitarbeitenden
Svenja Gierse und Ullrich Klein eingeladen.
Linktipp
www.kulturhistorisches-museum-rostock.de
Download
zur honorarfreien Verwendung bei Quellenangabe
Ausstellungsplakat „Ordnung muss sein!? Eine Stadtgeschichte der Regeln
und Verbote“
https://rathaus.rostock.de/media/40/OMS_PLAKAT.jpeg
Plakat: Kulturhistorisches Museum Rostock
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