Armin Mueller-Stahl im Fokus
Neue Ausstellung in Schwerin zeigt Filme, Farben und Formen – als Würdigung zum 35. Filmkunstfest und dem Ehrenpreis „Goldener Ochse“.


Im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus Schwerin wird ab Samstag, 18. April, die Ausstellung „Armin Mueller-Stahl – Filme Farben Formen“ gezeigt. Die Präsentation rückt die bildkünstlerische Arbeit von Armin Mueller-Stahl in den Mittelpunkt und begleitet zugleich die Würdigung des Künstlers im Rahmen des Filmkunstfestes, das Anfang Mai zum 35. Mal stattfindet.
Ausstellung mit Bezug zum Filmkunstfest
Die Schau ist ein gemeinsames Projekt von Filmland Mecklenburg-Vorpommern und dem Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus Schwerin in Zusammenarbeit mit dem Filmkunstfest. Anlass ist die Auszeichnung von Armin Mueller-Stahl mit dem Ehrenpreis „Goldener Ochse“ für sein langjähriges und vielseitiges künstlerisches Wirken.
Die Ausstellung nimmt diesen Anlass auf und zeigt zahlreiche Arbeiten auf Leinwand und Papier. Im Fokus steht damit ein künstlerisches Schaffen, das parallel zu Mueller-Stahls internationaler Film- und Theaterkarriere entstanden ist. Seine eigene Haltung dazu fasste er mit den Worten zusammen: „Das Malen, Schreiben, Musizieren und Schauspielerei gehören für mich einfach zusammen“.
Bildkünstlerisches Werk im Mittelpunkt
Mit der Ausstellung wird ein Bereich seines Schaffens sichtbar, der in der öffentlichen Wahrnehmung oft neben seiner Karriere als Schauspieler steht. Die Präsentation unterstreicht, dass Armin Mueller-Stahl zu den bedeutendsten künstlerischen Ausnahmeerscheinungen der jüngeren deutschen Kulturgeschichte zählt.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Zu sehen ist die Schau bis zum 25. Mai 2026. Geöffnet ist sie jeweils dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.
Armin Mueller-Stahl: Künstler mit internationalem Profil
Armin Mueller-Stahl wurde 1930 in Tilsit in Ostpreußen geboren. Er zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schauspielern des 20. Jahrhunderts. Nach einem Studium der Musik wandte er sich in den 1950er Jahren der Schauspielerei zu und entwickelte sich zu einer prägenden Figur des Theaters und Films.
Bekannt wurde er unter anderem durch die Verfilmung von „Jakob der Lügner“ in der Regie von Frank Beyer. Der Film war der einzige in der DDR produzierte Film, der für einen Oscar nominiert wurde. Nach seiner Ausreise aus der DDR im Jahr 1980 setzte Mueller-Stahl seine Karriere in der Bundesrepublik und international fort. Dabei arbeitete er unter anderem mit Rainer Werner Fassbinder, István Szabó und Costa-Gavras. 1997 wurde er selbst für den Oscar nominiert.
Eröffnung mit musikalischer Begleitung
Die Ausstellungseröffnung am 18. April um 12 Uhr wird musikalisch begleitet von Theresa Roettig am Cello und Peer Cladow am Klavier. Damit erhält der Auftakt einen zusätzlichen künstlerischen Rahmen, der zum Charakter der Präsentation passt.
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