Eine Frage der Zeit: Mecklenburg-Vorpommern im Wandel
Fotografien im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß zeigen Umbruch, Hoffnung und Zweifel seit der Wende

Das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß lädt Besucherinnen und Besucher noch bis zum 31. Oktober zu einer besonderen Ausstellung ein. Unter dem Titel "Eine Frage der Zeit – Bildjournalistische Blicke auf 35 Jahre MV" werden im Kunstkaten rund 50 ausdrucksstarke Fotografien präsentiert, die Mecklenburg-Vorpommern seit der Wende dokumentieren. Die Ausstellung wurde aufgrund des starken Interesses bis Ende Oktober verlängert.
Fotografische Zeitreise durch drei Jahrzehnte
Die Fotografen Ernst Höhne, Jens Büttner und Manfred Scharnberg, die zum Teil seit Jahrzehnten das Geschehen in der Region begleiten, zeigen in ihren Werken persönliche und zugleich dokumentarisch präzise Einblicke. Zentral stehen Themen wie Umbruch, Neubeginn, Hoffnung und Zweifel, die die Entwicklung des Bundeslandes seit der Wiedervereinigung prägen.
Die Ausstellung verbindet klassische Reportage-Fotografie mit historischen Archivaufnahmen und aktuellen Perspektiven. Kuratiert wurde sie von Volker Janke, unterstützt vom Auslöser e.V. Die Fotos sind thematisch gegliedert in emotionale Kapitel – darunter "Öffnung", "Zweifel", "Hoffnung", "Verlust" und "Vielfalt". So entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der auch Raum für die eigenen Erinnerungen der Besucherinnen und Besucher lässt.
Den eigenen Erinnerungen auf der Spur
Begleitend zur Ausstellung fordern zentrale Leitfragen dazu auf, sich persönlich mit der Geschichte des Landes auseinanderzusetzen:
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur markante Momente und Menschen, sondern auch Proteste, Hoffnungen und die vielschichtigen Geschichten eines Bundeslandes im Wandel.
Praktische Informationen und Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist im Kunstkaten des Freilichtmuseums dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Interessierte haben damit die Gelegenheit, sich noch bis zum Monatsende auf diese einzigartige Zeitreise zu begeben.
Blick in die Zukunft: Umbau und neue Dauerausstellung
Für das kommende Jahr ist der Umbau des Kunstkatens geplant. Ein Jahr später soll er mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnen und so die Tradition der lebendigen Geschichtsvermittlung fortsetzen.
Emotionen im Bild: Beispiel aus der Ausstellung
Ein besonders eindrucksvolles Foto zeigt Sven Heidemann aus Anklam auf seinem Trabi. Es verdeutlicht, dass die Wende für viele Menschen auch Enttäuschungen brachte und nicht alles so rosig war, wie es zunächst schien.
Die Ausstellung regt dazu an, die eigene Haltung zu Geschichte und Gegenwart Mecklenburg-Vorpommerns zu reflektieren und lädt zu einem offenen Austausch ein. Noch bis zum 31. Oktober bleibt Gelegenheit, die Zeitreise durch 35 Jahre Landesgeschichte zu erleben.
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