Feuchtenbergerowa: Comics im Schleswig-Holstein-Haus
Ausstellung mit Werken von Anke Feuchtenberger vom 6. September bis 23. November in Schwerin

Die Comic-Kunst von Anke Feuchtenberger, einer international gefeierten Persönlichkeit der Grafik- und Comicszene, steht ab dem 6. September 2025 ganz im Mittelpunkt einer Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin. Unter dem Titel "Feuchtenbergerowa. Genossin Kuckuck und andere Gestalten" präsentiert das Kulturforum Landeshauptstadt Schwerin eine umfangreiche Schau mit Arbeiten der Berliner Künstlerin, die in der DDR geboren wurde.
Internationale Anerkennung und außergewöhnliche Vita
Anke Feuchtenberger, 1963 in Berlin (DDR) geboren, gilt seit Jahren als herausragende Figur der internationalen Comicszene. Ihre Werke wurden bereits im Centre Pompidou Paris, im Museo d'Arte Ravenna, in Galerien in Kyoto und Helsinki, auf dem Comic-Festival Angoulême sowie auf der Leipziger Buchmesse ausgestellt.
Für die autofiktionale Graphic Novel "Genossin Kuckuck" wurde Anke Feuchtenberger 2024 für den Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und 2025 in Frankreich mit dem renommierten "Grand Prix Artémisia" ausgezeichnet.
Einblicke in das Werk: Von "Genossin Kuckuck" bis "Hure H"
Die Ausstellung im Kulturforum zeigt nicht nur Originalzeichnungen aus "Genossin Kuckuck", sondern auch Werke aus dem dreibändigen Projekt "Hure H", das in Kooperation mit der Schriftstellerin Katrin de Vries entstand und 2024 bereits im Centre Pompidou Paris zu sehen war.
Ein besonderes Highlight bildet die Neuauflage des 1989 entstandenen Siebdruck-Plakats mit dem Motto "Alle Frauen sind mutig, stark, schön!", das zur Gründung des Unabhängigen Frauenverbandes (UFV) entstand. Die limitierte Auflage von 125 Stück ist zum Preis von 70 Euro in der Ausstellung erhältlich.
Ausstellungseröffnung und Laufzeit
Die Vernissage findet am 6. September um 18:30 Uhr im Kulturforum statt. Besucherinnen und Besucher haben bis zum 23. November 2025 Gelegenheit, die Schau zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Künstlerischer Werdegang und Bedeutung
Nach ihrem Kunststudium in Berlin-Weißensee (1983–1988) gründete Feuchtenberger 1988 mit Henning Wagenbreth, Holger Fickelscherer und Detlef Beck das Kollektiv "PGH Glühende Zukunft". Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer trat die Gruppe mit ihrer ausdrucksstarken Bildsprache in die Öffentlichkeit.
Seit der politischen Wende 1989 beeinflusst Feuchtenbergers Werk mit einer revolutionären Bildsprache die deutsche Comic-Kultur maßgeblich. Seit 1997 ist sie Professorin für Zeichnen und Graphische Erzählung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Ihre Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und sie wurde vielfach ausgezeichnet.
Praktische Hinweise für den Ausstellungsbesuch
Für Interessierte stehen folgende Informationen zum Besuch der Ausstellung bereit:
Weitere Details zur Ausstellung, zu exklusiven Angeboten wie der limitierten Plakat-Edition und zu den ausgestellten Werken erhalten Besucher direkt vor Ort.
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