Kunst in Schwerin: Hände erzählen Geschichten

Neues Wandbild-Projekt bringt Museumskunst auf die Straße und feiert menschliche Vielfalt

Von Redaktion Schwerin
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Die Stadt Schwerin wird um ein weiteres markantes Kunstwerk im öffentlichen Raum reicher: Tino Bittner, bekannt für seine Darstellungen von Händen in verschiedensten Gesten, hat nun das zweite Fassadenkunstwerk seines Projekts „Allerhand“ in der Glaisinstraße vollendet. Mit Unterstützung zahlreicher Partner setzt er damit neue Akzente in der lokalen Kunstszene und bringt Kunstschätze aus dem Museum auf die Straße.

Neues Wandbild in der Glaisinstraße: Hände als Symbol menschlicher Vielfalt

Das zweite Wandbild der Reihe „Allerhand“ ziert jetzt den Giebel eines Wohnblocks in der Glaisinstraße 3. Dieses Mal entlehnte Bittner die Hände aus dem Gemälde „Erbprinzessin Alexandrine von Schwerin“ von Wilhelm Schadow. Das Projekt ist für Bittner mehr als reine Fassadenkunst: „Hände stehen für menschliches Potenzial, Dinge zu verändern. Sie können ganz unterschiedliche Facetten des Menschseins symbolisieren: Tatkraft, Verzweiflung, Kreativität, Religiosität, Siegeswillen, Angst, Liebe oder Aggressivität – das macht Hände in der Kunst interessant“, sagt Tino Bittner.

Von der Museumswand auf die Häuserfassade: Ein innovativer Ansatz

Den Anfang des Projekts „Allerhand“ bildete der Giebel am Schweriner Schlachtermarkt. In Anlehnung an ein Werk von Gerrit van Honthorst reproduzierte Bittner dort die übergroßen Hände eines Musikanten aus dem berühmten Gemälde „singende Flötenspieler“. Die abstrakte, verpixelte Darstellung stellt ein Bilderrätsel dar und macht neugierig auf das Original, das demnächst im Staatlichen Museum zu sehen sein wird.

„Es gab bereits Überlegungen, mit Fassadenkunst neue Wege der Kunstpräsentation im öffentlichen Raum zu gehen. Wir freuen uns auf die Wiedereröffnung des Staatlichen Museums und unterstützen mit diesem Projekt gern die Werbung für die Kunstschätze in unserer schönen Welterbestadt Schwerin“, so Kulturdezernent Silvio Horn.

Ein drittes Wandbild als nächster Schritt: Unterstützung durch Spenden

Schon jetzt ist ein weiteres Wandbild geplant: Bis zur Wiedereröffnung des Museums am 30. Oktober 2025 soll in der Grünen Straße 20 ein Bild nach dem Motiv „Schäfers mit Blumen“ von Paulus Moreelse entstehen. Zur Finanzierung dieses Kunstwerks ruft der Schweriner Kunst- und Museumsverein zum Spenden auf. „Dieses Projekt passt genau zu unserem Vereinszweck. Wir fördern damit einen hier ansässigen jungen Künstler und machen die Museumskunst im öffentlichen Raum für alle sichtbar“, erläutert Vereinsvorsitzender Norbert Bosse.

Breite Unterstützung und bürgerschaftliches Engagement

Das Fassadenkunstprojekt wird ermöglicht durch die Zusammenarbeit namhafter Partner, darunter die Landeshauptstadt Schwerin, die Stiftung Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV sowie der Schweriner Kunst- und Museumsverein. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger engagierten sich, etwa durch das Sammeln von Eimern zum Anmischen der Farben oder durch handwerkliche Unterstützung zu Sonderkonditionen.

Dr. Pirko Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV, blickt optimistisch in die Zukunft: „Dann können Schwerinerinnen und Schweriner zusätzlich auch Originalkunstwerke in unserer Sammlung bewundern.“

Der Verein unterstreicht die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements: „Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet und sammeln im eigenen Umfeld Geld“, so Norbert Bosse.

Spendenaufruf: So können Sie das nächste Wandbild ermöglichen

Wer das Projekt „Allerhand“ unterstützen möchte, kann seine Spende auf folgendes Konto überweisen:

  • Empfänger: SKMV e. V. (Sparkasse Mecklenburg-Schwerin)
  • IBAN: DE58 1405 2000 1729 9204 00
  • Verwendungszweck: Allerhand
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    subtitle="Weitere Informationen zum Projekt Allerhand und Spenden"

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    Mit der Initiative „Allerhand“ wird Kunst sichtbar und erlebbar – dort, wo sie Menschen im Alltag begegnet. Die nächsten Monate versprechen, neue künstlerische Highlights an Schwerins Fassaden und im Museum zu bringen.

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