Kunstwerk zu Ehren von William Wolff gesucht
Schwerin startet Wettbewerb für Denkmal zum 100. Geburtstag des Landesrabbiners am Schlachtermarkt

Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin hat Anfang August 2025 die Ausschreibungsunterlagen für einen zweistufigen künstlerischen Wettbewerb veröffentlicht. Anlass ist der geplante Bau eines Kunstwerks zu Ehren von William Wolff, dem im Jahr 2020 verstorbenen Landesrabbiner. Das Werk soll 2027, zum 100. Geburtstag des bekannten Geistlichen, auf dem Schlachtermarkt errichtet werden.
Startschuss für künstlerischen Wettbewerb
Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern sowie solche, die bereits im öffentlichen Raum Schwerins tätig waren, sind aufgerufen, sich bis zum 19. Oktober 2025 zu bewerben. Die Ausschreibungsunterlagen und weitere Details sind über die städtische Website abrufbar.
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subTitle="Informationen für interessierte Künstlerinnen und Künstler"
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Wettbewerbsverfahren in zwei Stufen
Nach einer Vorauswahl werden sechs Teilnehmer in die nächste Runde eingeladen. Sie erhalten Anfang Januar 2026 die Möglichkeit, ihre Entwürfe zu vertiefen und diese einer Jury zu präsentieren. Für die besten drei Vorschläge sind Preisgelder vorgesehen.
Die Preisvergabe ist für das Jahr 2026 terminiert. Das endgültige Kunstwerk soll bis Februar 2027 realisiert werden.
Erinnerung an eine herausragende Persönlichkeit
Mit dem Wettbewerb wird an William Wolff (1927–2020) erinnert, der während seines Lebens als Landesrabbiner große Anerkennung genoss und die Ehrenbürgerschaft von Schwerin erhielt. Wolff galt als herausragender Botschafter des jüdischen Glaubens und war für seinen Optimismus, seine Lebensfreude und seinen Humor weit über Schwerin hinaus bekannt.
Ein besonderer Standort
Das Kunstwerk ist unweit der letzten Wirkungsstätte des Landesrabbiners geplant, nämlich am Sitz der Jüdischen Gemeinde im Standort der Synagoge am Schlachtermarkt. Dieser Bereich im Herzen Schwerins soll künftig zudem das Stadtgeschichtsmuseum und ein Welterbe-Informationszentrum beheimaten.
Initiative aus der Stadtgesellschaft
Die Idee zur Erinnerungsstätte entstand bereits vor rund zwei Jahren durch Impulse aus der Stadtgesellschaft. Kulturdezernent Silvio Horn erklärte dazu:
„Die Idee, mit einem Kunstwerk den verstorbenen Ehrenbürger William Wolff zu erinnern, war bereits vor rund zwei Jahren aus der Stadtgesellschaft an das städtische Sachverständigengremium für Kunst im öffentlichen Raum herangetragen worden. Ich freue mich sehr, dass durch Spenden und Sponsoring mehr als 50.000 Euro gesammelt werden konnten, um damit den künstlerischen Wettbewerb auszuloben und das Werk in Auftrag geben zu können.“
Bedeutung für das Stadtbild Schwerins
Mit der Ausschreibung und der Realisierung des Kunstwerks wird nicht nur das Andenken an William Wolff gewahrt, sondern auch die künstlerische Vielfalt im öffentlichen Raum von Schwerin gestärkt. Die Integration des Stadtgeschichtsmuseums und des Welterbe-Informationszentrums unterstreicht die Bedeutung des Standortes.
Interessierte können sich bis zum 19. Oktober 2025 bewerben und so einen Beitrag zur Erinnerung an William Wolff und zur kulturellen Weiterentwicklung Schwerins leisten.
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