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Neuer Autobahnzubringer für Schwerin geplant

Direkte Anbindung des Industrieparks an die A14 soll Wohngebiete entlasten und Wirtschaft stärken

Von Redaktion Schwerin11.11.25, 17:40

In diesem Artikel

BN
Bernd NottebaumUmweltdezernent
RB
Rico BadenschierOberbürgermeister

Die Landeshauptstadt geht einen bedeutenden Schritt für die wirtschaftliche Zukunft und die Lebensqualität im Stadtgebiet: Der Beschluss zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für einen neuen Autobahnzubringer zur A 14 markiert den Beginn einer entscheidenden Projektphase. Ziel ist die direkte Anbindung des Industrieparks Schwerin an die Bundesautobahn und damit die Stärkung der regionalen Infrastruktur.

Strategische Bedeutung für Wirtschaft und Stadtentwicklung

Bernd Nottebaum, Verkehrsdezernent der Landeshauptstadt, betont die Notwendigkeit der Maßnahme: „Mit dem Beschluss zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zur Fortführung des Projekts soll die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur geschaffen werden. Diese stärkt den Wirtschaftsstandort und verbessert zugleich die Lebensqualität im Stadtgebiet.“

Prognosen zeigen: Die vorhandene Verkehrsanbindung genügt den absehbaren Anforderungen des wachsenden Industrieparks nicht. Ohne zusätzliche Kapazitäten droht eine starke Überlastung der aktuellen Zubringerstrecken.

  • Der neue Zubringer soll den Schwerlast- und Pendlerverkehr direkt auf die A 14 leiten.
  • Eine Entlastung der angrenzenden Wohngebiete ist das erklärte Ziel, um Lärm- und Schadstoffemissionen spürbar zu reduzieren.
  • Die Verkehrssicherheit auf den bisherigen Strecken wird durch weniger Durchgangsverkehr deutlich erhöht.
  • Vorteile für Unternehmen und Arbeitsplätze

    Oberbürgermeister Rico Badenschier unterstreicht die Bedeutung für den Standort: „Die direkte Anbindung an die A 14 liegt im Interesse der Stadt. Sie ist ein entscheidender Standortvorteil für unseren Industriepark, verbessert die logistischen Bedingungen für ansässige Unternehmen, erhöht die Attraktivität für Neuansiedlungen und sichert langfristig Arbeitsplätze sowie Gewerbesteuereinnahmen für Schwerin. Auch die regionale Bauwirtschaft wird von der Realisierung des Projektes profitieren.“

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz als Leitlinien

    Der Schutz der Umwelt steht im gesamten Prozess im Fokus. Eine umfassende Umweltverträglichkeitsstudie hat die Auswirkungen des Projekts detailliert bewertet. Die Planungen sehen vor:

    • Die bevorzugte Trassenführung wurde als ökologisch beste Variante ausgewählt.
    • Die Route nutzt Synergien mit bestehender Bahninfrastruktur und verläuft teilweise auf bereits versiegelten Flächen.
    • Unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden vollständig durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert.
    • Speziell wird für Eingriffe in Waldflächen eine dreifache Wiederaufforstung mit klimaangepassten Laubmischwäldern realisiert.
    • Kurz erklärtPlanfeststellungsverfahren

      Ein Planfeststellungsverfahren ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Prüfung, Genehmigung und Feststellung von Bauprojekten, insbesondere im Bereich von Infrastrukturvorhaben. Es stellt sicher, dass alle fachlichen, umweltrechtlichen und öffentlichen Belange umfassend geprüft und transparent behandelt werden.

      Finanzierung und Förderkulisse

      Laut Oberbürgermeister ist die Finanzierung des Zubringerprojekts gesichert. Eine hohe Förderquote des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie die Beteiligung Dritter, darunter die Autobahn GmbH, minimieren den Eigenanteil der Stadt und schaffen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung.

      • Die Sicherung der günstigen Fördermöglichkeiten bleibt ein zentrales Ziel der weiteren Umsetzung.
      • Transparenter Prozess und Bürgerbeteiligung

        Mit Start des Planfeststellungsverfahrens folgt die nächste Projektphase. In einem rechtsstaatlich und transparent geführten Verfahren werden alle wesentlichen Gutachten und Prognosen öffentlich vorgestellt:

        • Bürgerinnen und Bürger sowie öffentliche Träger erhalten die Möglichkeit zur Beteiligung und Stellungnahme.
        • Ziel ist die rechtssichere Schaffung von Baurecht und Investitionssicherheit.
        • Fazit

          Mit dem geplanten Autobahnzubringer zur A 14 investiert die Landeshauptstadt in die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Das Projekt bündelt Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und Bürgerinteressen – und steht für eine nachhaltige Entwicklung Schwerins.

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