Öffentliche Ladeinfrastruktur in Schwerin: Mehr Ladepunkte und genehmigte Ladesäulen
Statistik der Bundesnetzagentur sowie aktuelle Genehmigungen und Antragslage zeigen einen Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladepunkte.

In Schwerin wächst die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter. Wie die Stadt mitteilt, ist die Zahl der Ladepunkte laut Statistik der Bundesnetzagentur seit Dezember 2024 von 119 Ladepunkten an 53 Standorten auf aktuell 181 Ladepunkte an 85 Standorten gestiegen.
Jedes zehnte Kraftfahrzeug in Schwerin ist den Angaben zufolge inzwischen ein Elektro- oder Hybridfahrzeug, das mit Strom betankt wird.
20 neue öffentliche Ladesäulen genehmigt
Aktuell wurden 20 öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet genehmigt. Sie sollen in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. Vorgesehen sind Standorte an Straßen im Innenstadtbereich, in der Weststadt sowie auf dem Dreesch.
Jede der neuen Ladesäulen verfügt über zwei Ladepunkte. Damit entstehen insgesamt 40 zusätzliche öffentliche Lademöglichkeiten. Überwiegend handelt es sich um Normalladesäulen. Hinzu kommen auch einige Schnellladesäulen mit Ladeleistungen über 22 Kilowatt.
80 Anträge seit November 2025
Seit dem 1. November 2025 sind nach Angaben der Stadt 80 Anträge zur Errichtung von Ladeinfrastruktur eingegangen. Die Anträge wurden überwiegend von Energieversorgern und Ladesäulenanbietern gestellt.
Grundlage dafür ist eine Neuerung in der städtischen Sondernutzungssatzung. Seit dem 1. November 2025 können Anbieter auf eigene Initiative Standorte für Ladesäulen auf städtischen Verkehrsflächen beantragen. Die Verwaltung macht dazu konkrete Vorgaben und Obergrenzen und prüft die einzelnen Anträge darauf, ob dem Wunsch der Unternehmen etwas entgegensteht.
Nicht jeder beantragte Standort wird umgesetzt
Nach Einschätzung der Stadt werden voraussichtlich nicht alle 80 Anträge realisiert werden können. Als mögliche Gründe nennt sie unter anderem Anforderungen der Verkehrssicherheit, den Vorrang schützenswerter alter Bäume oder mögliche Beeinträchtigungen von Welterbe-Bestandteilen.
Gleichzeitig betont die Stadt, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet wurden, dass das Angebot an Ladeinfrastruktur entsprechend dem Bestand an zugelassenen Elektrofahrzeugen kontinuierlich weiter wachsen kann.
Öffentliche Ladepunkte als wichtiger Baustein
Besonders für Menschen ohne eigene Garage oder privaten Stellplatz mit Wallbox sind öffentlich zugängliche Ladesäulen aus Sicht der Stadt eine wesentliche Voraussetzung für den Umstieg auf ein Fahrzeug mit E-Antrieb.
Zum Schweriner Elektromobilitätskonzept gehören daneben auch Ladeangebote auf Parkplätzen an Supermärkten, Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen. Dort können Fahrzeuge während des Einkaufs oder der Freizeit geladen werden. Auch in diesem Bereich kommen laut Stadt fortlaufend neue Ladesäulen hinzu.
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