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Schonende Mahd von Feuchtwiesen im Schweriner Stadtgebiet

Mäharbeiten durch Landschaftspflege Meyen ab Mitte Juli zur Schonung des Moorbodens und Erfassung der Pflanzen nach der Samenbildung

Von Redaktion Schwerin16.07.26, 16:41
Breitblättriges Knabenkraut auf einer Feuchtwiese in Schwerin
Breitblättriges Knabenkraut auf einer geschützten Feuchtwiese in Schwerin.© Landeshauptstadt Schwerin

Pflege geschützter Feuchtwiesen im Stadtgebiet beginnt

Die geschützten Feuchtwiesen im Schweriner Stadtgebiet werden in den kommenden Wochen gemäht. Wie die Stadt mitteilt, erfolgt die Mahd im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde durch die Firma Landschaftspflege Meyen. Erstmals kommt dabei eine neue, besonders schonende Technik zum Einsatz.

Bei den Flächen handelt es sich um besonders artenreiche und schützenswerte Biotope. Auf den nassen, moorigen Standorten mitten in der Stadt wachsen teils seltene und gefährdete Pflanzenarten wie die Kuckucks-Lichtnelke oder das Breitblättrige Knabenkraut. Damit diese Arten erhalten bleiben, müssen die Wiesen einmal jährlich gemäht werden, etwa bei Adebors Näs. Ohne diese Pflege würden zunächst Gräser und später Gehölze die Flächen dominieren.

Mahd ab Mitte Juli

Die Mahd erfolgt frühestens ab Mitte Juli. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Pflanzen bereits Samen gebildet. Um den empfindlichen Moorboden zu schützen, wird ein einachsiges Mähwerk eingesetzt, das auf breiten Stachelwalzen läuft. So soll verhindert werden, dass der Boden verdichtet oder beschädigt wird.

Schutz für Insekten und kleine Wirbeltiere

Nach Angaben der Stadt wird ausschließlich ein Messermähbalken mit Insektenscheuche verwendet. Die Mahdhöhe ist auf mindestens zehn Zentimeter eingestellt. Dadurch sollen Insekten und kleine Wirbeltiere am Boden nicht vom Mähwerk erfasst werden.

Zusätzlich bleiben auf etwa zehn Prozent der jeweiligen Flächen ungemähte Inseln stehen. Diese Bereiche dienen Insekten als Rückzugs- und Wiederausbreitungsorte. Besonders wichtig ist das laut Mitteilung für Falterarten, die sich bereits früh im Jahr verpuppen und dann nicht mehr mobil sind.

Laufende Beobachtung der Flächen

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Schwerin beobachtet die Entwicklung der geschützten Feuchtwiesenflächen fortlaufend. Ziel ist es, die optimale Pflege sicherzustellen und die besondere Artenvielfalt dauerhaft zu erhalten.

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