Schwerin belebt Innenstadt mit neuen Ladenideen
Vier von fünf geförderten Konzepten setzen nachhaltige Impulse für lebendige Geschäftsmodelle

Die Landeshauptstadt Schwerin zieht eine positive Bilanz aus dem Wettbewerb „Laden sucht Idee“. Das Förderprojekt, das in den Jahren 2023 und 2024 leerstehende und leerstandbedrohte Ladenflächen in der Innenstadt mit neuen Nutzungskonzepten belebt hat, zeigt nachhaltige Wirkung: Vier der fünf geförderten Konzepte werden auch nach dem Auslaufen der finanziellen Unterstützung weitergeführt. Damit bestätigt die Initiative das Ziel, Impulse für die Innenstadt zu setzen und langfristige Geschäftsmodelle zu fördern.
Hintergrund: „Laden sucht Idee“ und seine Ziele
Der Wettbewerb ermöglichte innovativen Geschäftsideen, sich in zuvor ungenutzten oder gefährdeten Ladenflächen zu etablieren. Die Umsetzung wurde für maximal zwei Jahre über eine Förderung der Nettokaltmiete erleichtert. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützte das Vorhaben im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, ergänzt durch einen städtischen Eigenanteil.
Ziel war es, die Innenstadt als lebendigen Ort zu erhalten, neue Impulse zu geben und Perspektiven für Einzelhandel, Kreativwirtschaft und soziale Angebote zu eröffnen.
Erfolge und Kontinuität: Vier Konzepte setzen sich durch
Nach Ablauf der Förderperiode setzen vier der fünf neuen Geschäftsmodelle ihren Betrieb fort. Citymanager äußerte sich erfreut darüber, dass die Förderung die gewünschten Effekte erzielt habe und die meisten Konzepte nun dauerhaft Teil der Innenstadt seien.
Folgende Projekte bereichern weiterhin das Zentrum Schwerins:
Kreativ Kaufhaus „DIY – do it yourself“ (Klöresgang 12): Luise Gronostay betreibt ein Bastel- und Kreativgeschäft, das Trends rund ums Stricken, Häkeln und Filzen aufgreift und neben einem großen Sortiment zahlreiche Workshops und Kurse anbietet. Besonders beliebt ist das regelmäßig stattfindende Stricktreffen im benachbarten Kino Capitol.
Digital Garden Schwerin (Schweriner Höfe, Untergeschoss): Sebastian Zien und Saschenbrecker haben eine multifunktionale Event- und Gamingfläche geschaffen. Das Angebot reicht von Virtual Reality und Escape Games über Rennsimulatoren bis zu klassischen Freizeitaktivitäten wie Dart und Billard. Darüber hinaus finden Firmen- und Teamevents, Konzerte sowie Tanzabende statt.
Kreislaufheld (Lübecker Straße 18): Julia und Norbert Geisendorf führen einen Secondhand-Laden nach dem Prinzip „Charity Shop“. Hier werden gespendete, gut erhaltene Kleidung und Alltagsgegenstände verkauft. Ein Teil der Erlöse unterstützt regelmäßig wechselnde gemeinnützige Projekte aus Schwerin. Daneben entstehen neue Ideen wie Kleidertauschmärkte oder Kinderfeste.
wertvoll (Klöresgang 2, Schweriner Höfe): Anita Ösing setzt mit „wertvoll“ einen Treffpunkt rund um gesunde Ernährung und nachhaltigen Konsum um. Das Programm umfasst Workshops und Kurse zu Alltagsnachhaltigkeit – von gesunden Frühstücken über Wanderungen zu essbaren Pflanzen bis zu Reparier-Bars und Vorratskammern. Auch Firmenveranstaltungen sind möglich. Besucher können außerdem das vielfältige Teeangebot und eine Waschmittelauffüllstation entdecken.
Innovative Ansätze für die Innenstadt
Die Konzepte zeigen, wie unterschiedlich und kreativ neuer Einzelhandel, soziale Projekte und Freizeitangebote in der Innenstadt zusammenwirken können. Die Weiterführung ohne Förderung spricht für die Tragfähigkeit der entstandenen Geschäftsmodelle und ihre Bedeutung für das Stadtleben.
Ausblick und Bedeutung für Schwerin
Die Ergebnisse von „Laden sucht Idee“ belegen, dass gezielte Förderprogramme nachhaltige Effekte erzielen und Leerstand wirkungsvoll bekämpfen können. Besonders die Mischung aus Kreativwirtschaft, Eventfläche, Secondhand-Handel und Bildungsangeboten stärkt die Vielfalt der Innenstadt und macht sie für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv.
Die Fortführung der meisten Konzepte könnte als Vorbild für vergleichbare Initiativen in anderen Städten dienen. Damit bleibt abzuwarten, wie sich die Schweriner Innenstadt in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird – eines ist jedoch klar: Die investierten Mittel und Ideen tragen bereits jetzt sichtbare Früchte.
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