Schwerin öffnet Musterwohnung für Geflüchtete
Am 29. Mai lädt die Stadt im Mueßer Holz zur Besichtigung der Unterkunft in der Hamburger Allee ein – mit Infos, Gesprächen und Plänen für mehr Plätze.

Am 29. Mai 2026 öffnet die Landeshauptstadt Schwerin im Rahmen des bundesweiten Tags der Nachbarschaft eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete für Interessierte. Gemeinsam mit der städtischen Wohnungsgesellschaft WGS lädt die Stadt von 14.30 bis 16.00 Uhr zur Besichtigung einer bezugsfertigen Musterwohneinheit in der Hamburger Allee 194-208 im Stadtteil Mueßer Holz ein.
Einblick in eine Unterkunft, über die oft nur geredet wird
Die Veranstaltung soll Nachbarinnen und Nachbarn die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild von einer solchen Einrichtung zu machen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie eine Unterkunft für Geflüchtete von innen aussieht. Gerade weil direkte Einblicke im Alltag selten möglich sind, setzt die Stadt auf Transparenz und den persönlichen Austausch vor Ort.
Die Gemeinschaftsunterkunft wird im Auftrag des Hilfswerks betrieben. Bei der Besichtigung werden zudem Infostände der Stadt, der WGS und des Hilfswerks angeboten.
Austausch bei Kaffee und Kuchen
Auch für Gespräche ist Raum vorgesehen. Der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum sowie Betreuer des Malteser Hilfswerks stehen am Freitagnachmittag für den nachbarschaftlichen Austausch bereit. Dabei wird nach Angaben der Mitteilung auch Kaffee und Kuchen angeboten.
Erweiterung mit Blick auf zusätzliche Plätze
Im Zusammenhang mit der Unterkunft steht auch eine bauliche Erweiterung an. Ende des Jahres wird der Wohnblock 194-200 in Eigentum der kommunalen Wohnungsgesellschaft grundhaft saniert. Dafür sind rund 4,3 Millionen Euro veranschlagt.
Mit der Erweiterung der Gemeinschaftsunterkunft können dort künftig bis zu 150 Menschen untergebracht werden, die sich noch im Asylverfahren befinden. Insgesamt stehen dann 350 Plätze in der Landeshauptstadt zur Verfügung.
Verantwortung von Stadt und Land
Die Stadt Schwerin muss insgesamt 350 Plätze auf Anforderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern bereitstellen. Laut Mitteilung trägt das Land neben den Sanierungskosten auch die Kosten für die Unterbringung der Geflüchteten in der Gemeinschaftsunterkunft.
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