Schwerin plant Straßen bis 2029
SDS priorisiert Erhaltungsarbeiten im 350 Kilometer langen Netz – 2026 sind unter anderem Rogahner, Pampower und Wismarsche Straße dran.
Der städtische Eigenbetrieb SDS hat das Straßenunterhaltungskonzept für Schwerin bis 2029 fortgeschrieben. Im Mittelpunkt steht dabei die systematische Bewertung des Straßenzustands sowie die Priorisierung kommender Baumaßnahmen. Grundlage ist die Maßnahmeliste, die den aktuellen Zustand abbildet und die Erhaltungsarbeiten zeitlich und inhaltlich ordnet.
Grundlage für die Planung im gesamten Straßennetz
Schwerins rund 350 Kilometer langes Straßennetz wird maßgeblich vom SDS unterhalten. Seit 2014 werden Maßnahmen zum Erhalt des Straßenzustands auf Basis eines Straßenunterhaltungskonzeptes geplant. In der nun fortgeschriebenen Fassung für 2026 bis 2029 bewertet der Eigenbetrieb erneut den aktuellen Zustand der 569 kommunalen Straßen und leitet daraus die erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen ab.
Für die Priorisierung sind neben der Zustandsbewertung, die alle vier Jahre erfolgt, auch die laufende Schadenserfassung, die Verkehrsbedeutung und die Verkehrssicherheit entscheidend. Dadurch wird festgelegt, mit welcher Dringlichkeit notwendige Baumaßnahmen umgesetzt werden.
Investitionen deutlich gestiegen
Die jährliche Investitionssumme für die Straßenunterhaltung ist nach dem deutlichen Substanzverzehr erheblich gewachsen. Sie lag 2006 bei 2,1 Millionen Euro, erreichte 2016 einen Stand von 7,3 Millionen Euro und stieg in den Jahren 2025 und 2026 jeweils auf 16,3 Millionen Euro. Der aktuell besonders hohe Wert geht laut Mitteilung auf Fördermittel des Landes zurück, unter anderem für die umfänglichen Instandsetzungen der Ludwigsluster Chaussee und der Pampower Straße.
Nach der Prognose wird sich das Budget für die Straßenunterhaltung in Schwerin künftig auf durchschnittlich 12 Millionen Euro im Jahr einpendeln.
Instandsetzungsstau erkennbar reduziert
SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek verweist auf Fortschritte bei der Sanierungsstrategie. Demnach sei es gelungen, den Instandsetzungsstau an Schwerins Straßen erkennbar abzubauen. Durch systematische und einheitliche Planung von Erhaltungsmaßnahmen sowie die Behebung von Straßenschäden an ihren Ursachen werde die Infrastruktur nicht mehr auf Verschleiß gefahren. Nach Angaben der Mitteilung könne dadurch die Nutzungsdauer bis zur grundhaften Sanierung fast um ein Drittel verlängert werden.
Auch der Zustand des Straßennetzes selbst hat sich nach den Angaben verbessert. In den vergangenen Jahren stieg der Anteil der Straßen in sehr gutem und gutem Zustand um 16 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Straßen, die vordringlich oder überfällig instandgesetzt werden müssen, um zehn Prozent.
Diskussion in den Ortsteilvertretungen beginnt
Mit der Einbringung des Straßenunterhaltungskonzepts in den Hauptausschuss startet in den kommenden Wochen auch die Diskussion in allen 17 Ortsteilvertretungen. Im Zentrum steht dabei die Maßnahmenliste, die vom SDS fortlaufend fortgeschrieben wird. Auf Grundlage von Bewertungen, Begehungen, Schadensmeldungen und nach der Frostperiode werden Baumaßnahmen zeitlich eingeordnet und aktualisiert.
Die Liste bleibt damit veränderbar. Sanierungsmaßnahmen können ergänzt, vorgezogen oder angepasst werden, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben.
Diese großen Projekte sind für 2026 vorgesehen
Der Eigenbetrieb SDS beginnt in diesem Jahr vier große Instandhaltungsprojekte an Hauptstraßen:
Auch Anliegerstraßen stehen auf der Liste
Weitere Instandhaltungsmaßnahmen sind in Anliegerstraßen vorgesehen. Zu den größten Projekten gehören:
Mit der Fortschreibung des Konzepts stellt der SDS die Weichen für die nächsten Jahre der Straßenunterhaltung in Schwerin. Im Fokus stehen dabei planbare Erhaltung, gezielte Priorisierung und die schrittweise Verbesserung des Straßenzustands im gesamten Stadtgebiet.
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