Schwerin rüstet sich für den Winter
Mit 13 Fahrzeugen und 300 Tonnen Streusalz sorgt die Stadt für sichere Straßen und Wege – ab 2026 kommt nachhaltige Technik hinzu

Mit Einsetzen der kalten Jahreszeit stellt sich die Landeshauptstadt Schwerin erneut auf Schnee und Eisglätte ein. Der städtische Eigenbetrieb Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen (SDS) gibt bekannt, dass Technik und Personal bereit für den Winterdienst sind. Besonderer Fokus liegt auf der zügigen Beseitigung von Schnee und Glätte auf den Hauptverkehrsadern. Die Teams stehen saisonal bis zum 15. April in Bereitschaft, um die Sicherheit auf Straßen, Radwegen und an Bushaltestellen zu gewährleisten.
Schnelle Einsatzbereitschaft durch moderne Infrastruktur
Ein zentrales Element der Vorbereitung bildet die Einlagerung großer Mengen an Streugut: 300 Tonnen Streusalz, 100 Tonnen Streukies sowie Sole stehen zur sofortigen Verwendung bereit. Auf dem Gelände der Schweriner Baustraße errichtet der SDS derzeit ein neues Streugutsilo sowie einen Soletank. Künftig kann so Salz direkt in den Soleerzeuger geleitet werden, um die für den Winterdienst notwendige Salzlösung herzustellen. Bislang wurde Sole als Fertigprodukt zugekauft.
Der Fahrzeugpark besteht aus acht eigenen Winterdienstfahrzeugen, die bei Bedarf durch fünf weitere Fahrzeuge mit Besatzung unterstützt werden. Dieser Pool an Technik ist essenziell, um auf den insgesamt 350 Straßenkilometern der Stadt Schwerin schnell reagieren zu können.
Prioritäten bei der Räumung
Die Einsätze folgen einem festen Plan: Zuerst werden Haupt- und Einfahrtsstraßen geräumt, gefolgt von Sammelstraßen in Wohngebieten und abschließend den Anliegerstraßen. Neben Fahrbahnen bleiben auch 215.100 Quadratmeter Radwege und 264 Bushaltestellen im Fokus der Maßnahmen. Die städtischen Friedhöfe gehören ebenfalls zum Einsatzgebiet des Winterdienstes.
Teamarbeit für mehr Sicherheit
Um die Winterbereitschaft zu sichern, sind 36 Beschäftigte der SDS im Schichtbetrieb tätig. Temperaturen unter drei Grad rufen vorbeugende Kontrollfahrten auf den Plan, bei denen gezielt Salz-Sole-Gemisch ausgebracht wird. Die Koordination der Maßnahmen liegt bei sechs Disponenten, während zwei Mitarbeiter in der Werkstatt für die laufende Einsatzbereitschaft der Technik sorgen.
Bereichsleiter Axel Klabe verweist darauf, dass trotz bester Vorbereitung eine flächendeckende Räumung zeitgleich nicht möglich ist: „Eine plötzliche Änderung der vorhergesagten Wetterlage stellt uns alle vor Herausforderungen. Unsere Beschäftigten tun ihr Bestes, die Straßen sicher zu machen, sie können aber auch nicht überall gleichzeitig sein. Weil Hauptstraßen und Einfahrtsstraßen zuerst geräumt werden müssen, kann es bei den Anliegerstraßen etwas länger dauern.“
Zuständigkeiten und Empfehlungen für Anlieger
Anlieger tragen eine besondere Verantwortung für die Sicherheit auf Gehwegen. Grundstückseigentümer oder Wohnungsgesellschaften sind verpflichtet, zwischen 6 und 20 Uhr für geräumte Wege zu sorgen. Nach nächtlichem Schneefall ist die Beseitigung bis spätestens 7 Uhr morgens erforderlich. Die Gehwegbreite muss dabei mindestens 1,50 Meter betragen.
In verkehrsberuhigten Bereichen („Spielstraßen“) müssen Anwohner die Straße bis zur Mitte freihalten. Diese Pflichten können auch an Mieter oder Dienstleister übertragen werden.
Weitere Informationen und Ansprechpartner
Für Rückfragen und weiterführende Auskünfte steht der städtische Eigenbetrieb zur Verfügung.
Hinweis auf die neue Wintersaison
Ein Blick in die Zukunft: Ab der Wintersaison 2026 wird die neue Infrastruktur mit Streugutsilo und Soletank die Einsatzbereitschaft und das nachhaltige Arbeiten weiter verbessern. Schon jetzt sorgen engagierte Winterdienst-Teams in Schwerin für mehr Sicherheit und Mobilität, selbst wenn Schnee und Eis die Stadt im Griff haben.
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