Schwerin setzt ein Zeichen gegen Atomwaffen
Gemeinsam mit über 600 Städten beteiligt sich Schwerin am Flaggentag von ‚Mayors for Peace‘ für nukleare Abrüstung und Frieden

80 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki setzt die Landeshauptstadt Schwerin gemeinsam mit über 600 deutschen Städten erneut ein eindringliches Zeichen für Frieden und nukleare Abrüstung. Am 8. Juli wird vor dem Rathaus auf dem Marktplatz die „Mayors for Peace“-Flagge gehisst – ein sichtbares Bekenntnis gegen Krieg und für eine sichere Zukunft.
Ein Zeichen gegen atomare Bedrohung
Die Auswirkungen der Atombombenabwürfe von 1945 sind bis heute Mahnung und Appell zugleich. Überlebende aus Hiroshima und Nagasaki warnen seit Jahrzehnten vor den katastrophalen Folgen des Einsatzes von Nuklearwaffen. Der Flaggentag der „Mayors for Peace“ erinnert nicht nur an die Vergangenheit, sondern ruft eindringlich zur nuklearen Abrüstung weltweit auf.
Die aktuelle Lage ist nach wie vor besorgniserregend: Das schätzt die Anzahl der weltweit existierenden Atomsprengköpfe auf etwa 12.241. Nahezu alle neun Staaten, die über Atomwaffen verfügen, modernisieren ihre Arsenale. Besonders dynamisch entwickelt sich dabei das chinesische Atomwaffenarsenal.
Ein weiteres Risiko: Der New START-Vertrag zur Begrenzung strategischer Kernwaffen zwischen den USA und Russland läuft Anfang des kommenden Jahres aus – und bisher sind keine Perspektiven für eine Verlängerung oder einen Ersatz in Sicht. Experten warnen vor einem möglichen erneuten Wettrüsten.
Stimmen aus Schwerin
Oberbürgermeister Rico Badenschier betonte:
„In diesem Jahr erinnern wir an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren. Diese furchtbaren Massenvernichtungswaffen dürfen nie mehr eingesetzt werden! Auch ihre Weiterverbreitung muss verhindert werden. Wir fordern nukleare Abrüstung statt Aufrüstung. Atomwaffen sind ein Risiko für die Menschheit. Es darf kein neues nukleares Wettrüsten geben.“
Der Flaggentag und das internationale Recht
Am Flaggentag verweisen die teilnehmenden Städte auf das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Dieses Gutachten erklärt die Androhung oder den Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich als völkerrechtswidrig.
Darüber hinaus stellte das Gericht klar, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen, die zu einer vollständigen nuklearen Abrüstung unter internationaler Kontrolle führen sollen.
Mayors for Peace: Ein globales Netzwerk für den Frieden
Die Bewegung „Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das internationale Netzwerk widmet sich seitdem vorrangig dem Ziel der Abschaffung von Atomwaffen, greift jedoch auch aktuelle friedenspolitische Themen auf. Heute gehören dem Netzwerk weltweit 8.480 Städte aus 166 Ländern an, darunter rund 900 Städte in Deutschland.
Allein in diesem Jahr beteiligen sich über 600 deutsche Städte am Flaggentag, um die gemeinsame Forderung nach nuklearer Abrüstung sichtbar zu machen.
Weiterführende Informationen und Kontakt
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subtitle="Rathausplatz, 19053 Schwerin"
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Mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Flagge setzen die Städte ein starkes Signal für Frieden, Dialog und die Zukunft ohne nukleare Bedrohung. Die Teilnahme Schwerins unterstreicht das Engagement für ein friedliches Miteinander und die Forderung an die internationale Politik, den Weg frei von Atomwaffen entschlossen weiterzugehen.
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