Schwerin überrascht mit Millionen-Überschuss 2025

Stadt schließt Jahr mit drei Millionen Euro Plus ab – doch 2026 droht ein zweistelliges Defizit

Von Redaktion Schwerin

Die Landeshauptstadt Schwerin hat das Haushaltsjahr 2025 mit einem Überschuss von drei Millionen Euro abgeschlossen. Trotz gestiegener Ausgaben, insbesondere bei Sozialleistungen, Jugendhilfe und Personalkosten, konnte die Stadt ihre Konsolidierungsziele erreichen. Die Ergebnisse übertreffen die vorherigen Prognosen deutlich und sorgen für Erleichterung in der Stadtverwaltung.

Haushaltsentwicklung 2025: Von der Prognose zum Plus

Zu Beginn des Jahres 2025 war in Schwerin noch mit einem Defizit von fünf Millionen Euro gerechnet worden. Die Haushaltsplanung stand unter dem Druck erheblich gestiegener Pflichtausgaben. Dennoch konnte der Verlauf des Jahres mit positiven Überraschungen aufwarten, wie Bernd Nottebaum, 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, unterstreicht: „Wir konnten das prognostizierte Minus von 5 Millionen Euro doch noch abwenden. Nach vorläufiger Einschätzung schließen wir das Jahr in der Finanzrechnung mit einem ursprünglich geplanten Plus von 3 Millionen Euro ab. Insgesamt ist der Haushalt damit rund 8 Millionen Euro besser gelaufen, als die Finanzvorschau erwarten ließ.“

Erfolgsfaktoren im Überblick

  • Im Juni 2025 wurde eine Haushaltssperre angeordnet, die maßgeblich zur Begrenzung von Ausgaben beitrug.
  • Mit großem Einsatz wurden bis zum letzten Buchungstag offene Millionenbeträge aus Landeserstattungen nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz und dem Sozialgesetzbuch VIII für den Stadthaushalt gesichert.
  • Die lokale Wirtschaft überwies eine Rekordsumme von mehr als 64 Millionen Euro an Gewerbesteuer, was die Einnahmenseite deutlich stärkte.
  • Unterstützung durch das Land

    Mit dem erreichten Überschuss kann die Stadt nun für 2025 mit einer Konsolidierungshilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 9 Millionen Euro nach dem geltenden Finanzausgleichsgesetz rechnen, wie Finanzdezernent Silvio Horn feststellt.

    Ausblick: Neue Herausforderungen für das Haushaltsjahr 2026

    Laut Silvio Horn ist davon auszugehen, dass sich die positiven Einmaleffekte des Jahres 2025 nicht wiederholen lassen. Für 2026 warnt er vor einem drohenden zweistelligen Millionendefizit. Bereits im Dezember 2025 traf die Stadtvertretung daher einen Ergänzungsbeschluss zum Haushalt 2026, um auf die sich abzeichnenden Schwierigkeiten zu reagieren.

    Schwerin blickt trotz des erfolgreichen Abschlusses für 2025 auf ein herausforderndes Jahr 2026. Die Stadtentwicklung bleibt weiterhin eng an die finanzielle Konsolidierung und externe Unterstützung geknüpft.

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