Wiedereröffnung der Naturschutzstation Zippendorf

Nach fünf Jahren Pause: Umweltzentrum mit Fokus auf Artenvielfalt, Bildung und Ehrenamt wieder im Betrieb, offizielle Feier am 27. April 2025

Von Redaktion Schwerin

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Am Sonntag, dem 27. April 2025, feiert die traditionsreiche Naturschutzstation in Zippendorf ihre Wiedereröffnung. Anlass ist die Übernahme der Trägerschaft durch den BUND-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Damit wird ein neuer Abschnitt in der Geschichte dieser bedeutenden Einrichtung eingeläutet. Im Zuge des FrühjahrsErwachen-Programms bietet die Station attraktive Programmpunkte, die sowohl Naturinteressierte als auch Familien ansprechen.

Neustart unter bewährter Trägerschaft

Nach einem erfolgreichen Auswahlprozess übernimmt der BUND die Verantwortung für die Naturschutzstation in Zippendorf. Der neu geschlossene Betreibervertrag ist auf fünf Jahre angelegt und sichert der Station einen städtischen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro jährlich. Umweltdezernent Bernd Nottebaum würdigt das Betreiberkonzept des BUND: „Der BUND-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern konnte mit einem sehr guten Betreiberkonzept überzeugen. Wir freuen uns, dass die wertvolle Arbeit in der Naturschutzstation auf dieser Basis fortgeführt werden kann und auch neue Impulse erhält.“

Mit der Übernahme der Trägerschaft bleibt die Station ein zentraler Anlaufpunkt für Menschen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren möchten.

Vielfältiges Programm zur Eröffnung

Zur feierlichen Wiedereröffnung am 27. April lädt der BUND zwischen 11 und 15 Uhr zu einem abwechslungsreichen Programm ein:

  • 11:00 – 15:00 Uhr: Ausstellung „Alleen – Kulturgut und Lebensraum“
  • 11:30 Uhr: Filmvorführung „Das Leben in den Bäumen“ im Seminarraum
  • 13:00 Uhr: Vortrag „Alleen gestern, heute, morgen“ mit anschließendem Austausch
  • 14:00 Uhr: Offizielle Eröffnung der Station mit Umweltdezernent Bernd Nottebaum und Jürgen Friedrich, Landesvorstand BUND M-V
  • 11:00 – 15:00 Uhr: Beobachtung der Bienen bei der Arbeit im Bienenhaus
  • Ab dem 30. April ist die Ausstellung im Garten wieder regelmäßig geöffnet.

    Schwerpunkte der Naturschutzarbeit

    Die Naturschutzstation engagiert sich in einer Vielzahl von Projekten:

    • Vogelschutz (Ornithologie)
    • Amphibienschutz
    • Fledermausschutz
    • Arbeitskreis für Bienen, Hornissen und Wespenschutz
    • Imker-Garten mit Beratung und Umsiedlungshilfe für Hornissennester
    • Pilzausstellung und -beratung im Herbst
    • Landesgeschäftsführerin Corinna betont die Bedeutung der Station als Treffpunkt für ehrenamtlich Aktive und als Ort für Umweltbildung: „Die Naturschutzstation bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Umweltbildung und ein Treffpunkt für ehrenamtlich Aktive im Naturschutz, etwa beim Vogelschutz, Amphibienschutz, Fledermausschutz sowie beim Arbeitskreis Bienen, Hornissen und Wespenschutz. Im Imker-Garten wird zudem Beratung und Umsiedlungshilfe für Hornissennester angeboten. Im Herbst wird es wieder die beliebte Pilzausstellung und Pilzberatung geben.“

      Historische Bedeutung und gesellschaftliches Engagement

      Die Station, eines der ältesten Gebäude Schwerins und 1749 erbaut, ist seit 1990 ihrem Zweck als Zentrum für Naturbildung und Umweltengagement verschrieben. Dies wurde durch das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger ermöglicht, die in unzähligen ehrenamtlichen Stunden zur Erhaltung dieses Ortes beigetragen haben.

      Regelmäßig treffen sich hier Facharbeitsgruppen zu diversen Naturschutzthemen, insbesondere auch der landesweite Arbeitskreis zum Schutz von Bienen, Hornissen und Wespen.

      Mit jährlich 150 bis 200 Veranstaltungen, insbesondere für Schulen und Kitas, nimmt die Station eine Schlüsselrolle in der Umweltbildung in Schwerin ein. Gerade für Kinder und Jugendliche bietet der Standort am Zippendorfer Strand einen prägenden Lernort außerhalb schulischer Strukturen.

      Langjähriges Engagement des BUND

      Bereits 2001 war der BUND Gründungsmitglied des Trägervereins der Station. Im Jahr 2013 setzte sich der Verband durch Veranstaltungen und eine Unterschriftensammlung gegen eine drohende Schließung ein. Heute engagieren sich über 600 Mitglieder des Verbands in verschiedensten Natur- und Umweltschutzprojekten – von den Schweriner Seen bis hin zu Balkonsolaranlagen.

      Regelmäßige Öffnungszeiten

      • Mittwoch: 13:00 – 17:00 Uhr
      • Donnerstag: 09:00 – 13:30 Uhr (am 1. Mai geschlossen)
      • Mit dem Neustart unter der Trägerschaft des BUND bleibt die Naturschutzstation in Zippendorf ein lebendiger Ort für Umweltbildung und freiwilliges Engagement, der die Naturverbundenheit der Region weiter stärken wird.

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