Zoo Schwerin schenkt Jahreskarten an Jugendamt

Kostenfreie Tickets ermöglichen benachteiligten Kindern flexible Ausflüge und stärken gemeinsame Erlebnisse

Von Redaktion Schwerin
Zoo Schwerin schenkt Jahreskarten an Jugendamt
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Das Schweriner Jugendamt setzt neue Impulse für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen: Mit der Unterstützung des Schweriner Zoos erhalten benachteiligte junge Menschen künftig die Möglichkeit, gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Alltags zu genießen. Im Fokus stehen vor allem Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 17 Jahren, die derzeit von fünf Amtsvormündern betreut werden. Diese sind im Auftrag der Stadt Schwerin für insgesamt 140 junge Menschen verantwortlich und treffen im Einvernehmen mit ihren Schützlingen alle bedeutsamen Entscheidungen des täglichen Lebens.

Jahreskarten für mehr gemeinsame Erlebnisse

Erstmals stellt der Schweriner Zoo übertragbare Jahreskarten kostenfrei dem Fachdienst Jugend zur Verfügung. Damit erhalten die Amtsvormünder flexible Möglichkeiten für Ausflüge, die über den rein administrativen Kontakt hinausgehen. Bislang waren Jahreskarten ausschließlich personengebunden und nicht übertragbar – eine Barriere, die nun im Sinne der Kinder aufgehoben wird.

Zoo-Direktor Dr. Tim Schikora erklärt dazu: „Umso schöner ist es, wenn es so möglich ist, benachteiligten Kindern Unterstützung zu bieten, ihnen Freude zu schenken und schöne gemeinsame Erlebnisse zu ermöglichen.“ Er hebt hervor, dass dem Zoo eine unbürokratische Lösung wichtig war, um dem Jugendamt maximale Flexibilität bei der Nutzung sicherzustellen und den Kindern tatsächlich zu helfen.

Vertrauen und gemeinsame Zeit im Mittelpunkt

Lisa Hirschberg, Leiterin des Fachdienstes Jugend, verweist darauf, dass ein vertrauensvoller Kontakt zwischen Amtsvormündern und Mündeln unerlässlich ist. „Wichtig ist dabei ein vertrauensvoller Kontakt, der auch die Möglichkeit zu zwanglosem Austausch beinhaltet. Gemeinsame Erlebnisse wie ein Zoobesuch bieten hier oft bessere Anknüpfungspunkte als ein Gespräch am Schreibtisch oder in der Wohnumgebung“, so Hirschberg.

Mit den neuen Jahreskarten ergeben sich zusätzliche Optionen: „Manchmal leben vom Amtsvormund betreute Kinder in Pflegefamilien. Durch die Nutzung mehrerer Jahreskarten haben wir die Möglichkeit, auch ganze Familienausflüge zu gestalten, Geschwisterkinder mitzunehmen oder mehrere nicht miteinander verwandte Mündel gemeinsam in den Zoo zu begleiten“, erläutert Hirschberg weiter.

Soziale Verantwortung und unkomplizierte Zusammenarbeit

Die Landeshauptstadt Schwerin und ihre Einrichtungen setzen laut Zoo-Direktor Schikora auf eine enge, unbürokratische Kooperation über verschiedene Arbeitsbereiche hinweg. So kann gezielt dort geholfen werden, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird und Perspektiven für alle Beteiligten geschaffen werden.

Die Initiative des Schweriner Zoos und des Jugendamts ist ein gelungenes Beispiel für soziales Engagement und zeigt, wie gemeinsame Lösungen direkt vor Ort das Leben junger Menschen bereichern können.

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