Einfache Sprache
3 Milliarden Euro für Landwirtschaft und ländliche Räume in Mecklenburg-Vorpommern – zugleich hoher Belastungsdruck
Minister Backhaus nennt hohe Belastungen für die Landwirtschaft
Dr.
Till Backhaus sagte, dass rund drei Milliarden Euro geflossen seien.
Die Summe floss innerhalb von fünf Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern.
Backhaus nennt als Bereiche Landwirtschaft und ländliche Räume.
Er sprach dazu in einer Landespressekonferenz zur Landwirtschaft.
Backhaus sagte auch, dass der Druck auf die Branche steigt.
Mehrere Faktoren erhöhen den Druck auf Betriebe
Backhaus verwies auf Hitzewellen und Dürren.
Diese Folgen treffen den Ackerbau und die Tierproduktion.
Zusätzlich belasteten Vorgaben der Europäischen Union die Betriebe.
Auch Vorgaben des Bundes belasteten die Betriebe.
Internationale Marktverwerfungen wirkten ebenfalls belastend.
Backhaus nannte Kriege und Krisen als Auslöser.
Ernteaussichten bleiben nach Angaben des Ministers durchschnittlich
Backhaus bewertete die Ernteaussichten als durchschnittlich.
Trotzdem erwartet er keine Entlastung der Liquidität.
Liquidität bedeutet Geld für laufende Zahlungen.
Kosten steigen laut Backhaus stark
Backhaus nannte deutlich gestiegene Kosten für Betriebsmittel.
Als Beispiel nannte er Treibstoffe.
Als weiteres Beispiel nannte er Düngemittel.
Backhaus verband den Anstieg mit den Kriegen in der Ukraine.
Er verband den Anstieg auch mit dem Krieg im Nahen Osten.
Gute Erträge treffen laut Einschätzung nicht auf höhere Erlöse
Backhaus sagte, weltweit würden gute Erträge erwartet.
Er sagte auch, die Erlöse würden nicht entsprechend steigen.
Für Weizen erwartete er sogar rund zehn Prozent niedrigere Preise.
Wirtschaftsjahr 2024 liegt laut Minister schon unter dem Durchschnitt
Backhaus sagte, das zuletzt ausgewertete Wirtschaftsjahr 2024 liege darunter.
Er sagte, es liege unter dem mehrjährigen Durchschnitt.
Mit den aktuellen Preisen rechne sich ein niedrigeres Ergebnis.
Backhaus nannte einen Unterschied von etwa 300 Euro pro Hektar.
Er nannte auch fast 33.000 Euro weniger je Arbeitskraft.
2026 könnte das schlechteste Jahr seit zehn Jahren werden
Backhaus sagte, das gelte für Ackerbaubetriebe.
Er sagte, 2026 könnte das wirtschaftlich schlechteste Jahr seit zehn Jahren sein.
Auch Tierhalter geraten laut Backhaus unter Druck
Backhaus sagte, auch der tierische Bereich sei betroffen.
Er verwies dabei auf die Milchproduktion.
Er verwies auch auf die Schweineproduktion.
Backhaus sagte, die wirtschaftliche Situation habe sich verschärft.
Er sagte, das sei in den vergangenen Jahren passiert.
Preise für Ferkel decken nach Angaben des Ministers kaum Kosten
Backhaus nannte Preise für Ferkel von teils 30 Euro je Tier.
Er sagte, das entspreche einem Verlust im Deckungsbeitrag.
Deckungsbeitrag bedeutet ein Beitrag nach Abzug der laufenden Kosten.
Backhaus nannte den Verlust mit mehr als 25 Euro je Tier.
Mastschweinehaltung steht laut Backhaus unter starkem Druck
Backhaus sagte, auch die Mastschweinehaltung stehe massiv unter Druck.
Er nannte einen Erlös von rund 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht.
Er sagte, dabei entstehe ein Minus von mehr als 50 Euro pro Schwein.
Minister fordert Handel nach Angaben zu einer Insolvenz
Backhaus verwies auf die Insolvenz der Geestferkel GmbH.
Er forderte den Lebensmitteleinzelhandel zu regionaler Verantwortung auf.
Er sagte, der Lebensmitteleinzelhandel müsse dieser Verantwortung gerecht werden.
Geplante Agrarpolitik nach 2028 stößt auf Kritik
Backhaus kritisierte die geplanten Änderungen nach 2028.
Er bezog sich dabei auf die gemeinsame europäische Agrarpolitik.
Er sagte, Mecklenburg-Vorpommern lehne Kappung ab.
Er sagte, Mecklenburg-Vorpommern lehne Degression ab.
Backhaus sagte, diese Regeln schwächten vor allem ostdeutsche Betriebe.
Auswirkungen sollen nach Angaben des Ministers viele Antragsteller treffen
Backhaus sagte, eine Kappung ab 100.000 Euro betreffe etwa 1.000 Antragsteller.
Diese Zahl nennt er für Mecklenburg-Vorpommern.
Backhaus sagte auch, die Direktzahlungen würden sinken.
Er nannte derzeit rund 314 Millionen Euro als Ausgangswert.
Er sagte, ab 2028 würden nur noch rund 151 Millionen Euro ausgezahlt.
Er sagte, das entspreche einem Rückgang von mehr als 160 Millionen Euro pro Jahr.
Er bezog sich dabei auf Direktzahlungen an Landwirte.
Landesregierung nennt hohe Summen bei Prämien und Förderung
Backhaus sagte, die Landesregierung habe die ländliche Entwicklung im Blick.
Er sagte, über Prämienzahlungen seien in den Jahren 2021 bis 2025 rund zwei Milliarden Euro geflossen.
Backhaus nannte zudem das Agrarinvestitionsförderprogramm.
Er sagte, seit 2023 seien insgesamt 254 Vorhaben gefördert worden.
Er nannte ein förderfähiges Investitionsvolumen von rund 129 Millionen Euro.
Er sagte, rund 28,6 Millionen Euro seien für Umwelt- und Klimaschutz investiert worden.
Das Ministerium nannte unter anderem Maschinen im Außenbereich.
Das Ministerium nannte auch Behälterabdeckungen.
Das Ministerium nannte auch Abluftanlagen.
Backhaus sagte auch, Kleinstunternehmen würden unterstützt.
Er sagte, Junglandwirte würden gefördert.
Er sagte, Forschung, Züchtung und Entwicklung würden gestärkt.
Biogas spielt nach Angaben des Ministers eine wichtige Rolle
Backhaus sagte, der Energiesektor sei wichtig für den ländlichen Raum.
Er sagte, die Lage im Nahen Osten bleibe volattil.
Er sagte, deshalb müsse Deutschland unabhängiger von Energieimporten werden.
Er sagte auch, die Wertschöpfung im eigenen Land müsse gesichert werden.
Backhaus sagte, Wind und Solar spielten dabei eine Rolle.
Er sagte auch, Biogas spiele eine wichtige Rolle.
Zahlen zu Biogasanlagen und Biomethan in Mecklenburg-Vorpommern
Backhaus nannte in Mecklenburg-Vorpommern rund 500 Biogasanlagen.
Er nannte eine installierte elektrische Leistung von etwa 270 Megawatt.
Er nannte eine Biomethan-Einspeisung ins Erdgasnetz von rund 70 Millionen Kubikmetern pro Jahr.
Er nannte außerdem etwa 745 Gigawattstunden pro Jahr.
Für viele Anlagen endet die EEG-Förderung nach 20 Jahren
Backhaus sagte, für viele Bestandsanlagen ende die Förderung nach 20 Jahren.