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Agrarpolitik 2028: Backhaus warnt vor Kürzungen

Mecklenburg-Vorpommern fordert Schutz der Direktzahlungen für Landwirte und nachhaltige Landwirtschaft

Von Landesredaktion MV10.10.25, 16:01

In diesem Artikel

DT
Dr. Till Backhaus

Im Rahmen der aktuellen Landtagssitzung in Mecklenburg-Vorpommern meldete sich der Landwirtschaftsminister des Landes, Dr. Till Backhaus, mit deutlichen Worten zur geplanten Neuordnung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf europäischer Ebene zu Wort. Die Debatte fand vor dem Hintergrund des anstehenden Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) ab 2028 statt.

Landwirtschaft im Fokus der EU-Politik

Dr. Backhaus sprach sich entschieden gegen die derzeit diskutierten Pläne zur Reform der GAP aus. Besonders betonte er die Notwendigkeit, die Eigenständigkeit der Agrarpolitik zu erhalten und auf eine ausreichende finanzielle Ausstattung zu achten. Die Position des Ministers ist klar: Änderungen wie Kappungen oder Degressionen bei den Direktzahlungen sollen unterbunden werden.

In der Landtagsdebatte betonte Dr. Backhaus:


„Der Bundeskanzler muss sich in Brüssel mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die GAP eigenständig bleibt, ausreichend finanziert wird und keine Kappung oder Degression der Direktzahlungen erfolgt. Nur so sichern wir Einkommen, Investitionen, Umwelt, Klimaschutz sowie die Zukunft der Landwirtschaft und unserer ländlichen Räume.“

Hintergrund: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und Mehrjähriger Finanzrahmen (MFR)

Kurz erklärtGemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Die Gemeinsame Agrarpolitik ist das zentrale agrarpolitische Steuerungsinstrument der Europäischen Union. Ziel der GAP ist es, die Landwirtschaft in der EU zu fördern, Einkommenssicherheit zu gewährleisten und nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum zu ermöglichen.

Kurz erklärtMehrjähriger Finanzrahmen (MFR)

Der Mehrjährige Finanzrahmen ist der langfristige Haushaltsplan der EU, der die finanziellen Leitlinien für verschiedene Politikbereiche, wie etwa die Landwirtschaft, für mehrere Jahre festlegt.

Die von Minister Backhaus kritisierten Reformvorschläge sehen eine Neujustierung der Fördersummen und Verteilungsmechanismen vor. Besonders die Begriffe Kappung und Degression spielen in der Diskussion eine Rolle.

Kurz erklärtKappung

Kappung bezeichnet die Obergrenze für Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe. Zahlungen, die über diese Grenze hinausgehen, werden gekürzt oder ganz gestrichen.

Kurz erklärtDegression

Degression meint eine gestaffelte Reduzierung der Direktzahlungen ab einer bestimmten Betriebsgröße.

Politische Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Debatte im Landtag Mecklenburg-Vorpommern erfolgte auf Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke. Das Ziel: Ein klares Signal aus dem Bundesland an die Bundesregierung und die EU, die Interessen der Landwirte stärker zu berücksichtigen.

Weitere Informationen

Weiterführender Link

title="Vollständige Pressemitteilung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern"

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Die Diskussion um die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik wird auch in den kommenden Monaten auf Landes- und Bundesebene weitergeführt werden. Die Forderungen aus Mecklenburg-Vorpommern verdeutlichen die Bedeutung eines starken agrarpolitischen Rahmens für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Entwicklung.

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