Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet Digitalpakt 2.0 – Start nach Länderfreigabe

42,1 Millionen Euro bis 2033 sollen in digitale Bildungsmedien, Software, Inhalte und Infrastruktur fließen; das Land erstellt nun eine Förderrichtlinie gemeinsam mit Kommunen und Schulen.

Von Landesredaktion MV

Mecklenburg-Vorpommern hat den Weg für den Digitalpakt 2.0 freigemacht. Bildungsministerin Simone Oldenburg unterzeichnete die Bund-Länder-Vereinbarung. Nach Angaben des Ministeriums kann der Digitalpakt 2.0 erst mit der Zustimmung aller Länder anlaufen.

Bundesmittel bis 2033 vorgesehen

Der Bund stellt für den Digitalpakt 2.0 insgesamt bis zu 2,5 Milliarden Euro bereit, die Länder tragen den gleichen Anteil. Mecklenburg-Vorpommern erhält vom Bund 42,1 Millionen Euro für Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur. Die Bundesmittel stehen bis zum Jahr 2033 für die weitere Digitalisierung der Schulen zur Verfügung.

Drei Handlungsstränge im Fokus

Der Digitalpakt 2.0 baut auf drei miteinander verzahnten Handlungssträngen auf:

  • die Weiterentwicklung der digitalen Bildungsinfrastruktur,
  • die digitale Schul- und Unterrichtsentwicklung,
  • die Lehrkräftebildung.

Ergänzend dazu soll die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ angehende und aktive Lehrkräfte beim digitalen und digital gestützten Unterrichten weiter stärken.

Geplante Schwerpunkte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Investitionsmittel nach Angaben des Ministeriums für zwei Schwerpunkte eingesetzt werden. Vorgesehen sind digitale Bildungsmedien, Unterrichtssoftware und Systeme zur Bereitstellung digitaler Inhalte. Zudem sollen Mindeststandards bei der Ausstattung von LAN- und WLAN-Netzen sowie bei digitalen Anzeige- und Arbeitsgeräten erreicht werden.

Darüber hinaus ist die Anschaffung schulgebundener mobiler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte geplant. Diese Geräte sollen im Unterricht und in der Schule genutzt werden.

Land bereitet Förderrichtlinie vor

Als nächster Schritt erarbeitet das Land die landesrechtlichen Regelungen für die Förderung. Die Förderrichtlinie soll in enger Abstimmung mit den Kommunen, Landkreisen und den Vertretungen der freien Schulen als Schulträger entstehen. Nach Angaben des Ministeriums haben die Gespräche dazu bereits begonnen.

Das Bildungsministerium verweist darauf, dass bei der Mittelvergabe ein unbürokratisches Verfahren vorgesehen ist. Ziel des Programms ist es, die digitale Entwicklung der Schulen in den kommenden Jahren voranzubringen und moderne Lernbedingungen in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern.

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