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Mecklenburg-Vorpommern will Containern legalisieren

Justizministerin plant Straffreiheit für das Retten genießbarer Lebensmittel aus Supermarkt-Mülltonnen

Von Landesredaktion MV20.01.26, 09:31

In diesem Artikel

JB
Jacqueline Bernhardt

Die Diskussion um das sogenannte „Containern“ – das Mitnehmen noch genießbarer Lebensmittel aus Supermarkt-Mülltonnen – erhält in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) neuen politischen Auftrieb. Das Land plant, einen weiteren Vorstoß zu unternehmen, um das Containern straffrei zu stellen. Anlass ist die Ankündigung von Jacqueline Bernhardt, Justiz- und Verbraucherschutzministerin, das Thema erneut auf die Agenda der Konferenz der Justizministerinnen und -minister (JuMiKo) zu setzen.

Neuer politischer Anlauf für eine Gesetzesänderung

Im Rahmen der Grünen Woche bekräftigte Jacqueline Bernhardt, dass das Ministerium das Thema auf die nächste Sitzung der JuMiKo bringen wird. Ziel ist es, die bisherige rechtliche Situation, nach der das Containern als Diebstahl oder Hausfriedensbruch gewertet wird, zu überdenken. Die Ministerin betonte:

„Wir werden das Thema auf die JuMiKo bringen“.

Der erneute Vorstoß aus Mecklenburg-Vorpommern reflektiert einen bundesweiten Diskurs, wie mit der Lebensmittelverschwendung rechtlich umzugehen ist und ob das Retten weggeworfener Nahrungsmittel künftig nicht mehr strafbar sein sollte.

Hintergrund und aktuelle Rechtslage

Aktuell gilt das Entnehmen von Lebensmitteln aus Abfallcontainern im Regelfall als Straftat. Befürworter einer Gesetzesänderung argumentieren, dass auf diese Weise genießbare Lebensmittel weiterhin einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden könnten, was sowohl im Sinne des Umwelt- als auch des Verbraucherschutzes liegt.

Kurz erklärtContainern

Containern bezeichnet das Sammeln von noch brauchbaren Lebensmitteln aus den Müllcontainern von Supermärkten und anderen Lebensmittelhändlern. Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, indem Produkte, die zwar entsorgt, aber noch genießbar sind, genutzt werden.

Positionen und Perspektiven

Die Debatte um das Containern berührt verschiedene rechtliche und gesellschaftliche Aspekte. Während Umweltgruppen und viele Verbraucherorganisationen eine Entkriminalisierung begrüßen, verweisen Kritiker auf Eigentumsrechte und Haftungsfragen. Ministerin Bernhardt positioniert sich klar für Veränderungen und möchte die Thematik aktiv auf Bundesebene diskutieren.

Weiterführende Informationen

Für Interessierte steht die vollständige Pressemitteilung des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern online zur Verfügung:

Weiterführender Link

title="Pressemitteilung des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz M-V"

url="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/jm/Aktuell?id=217259&=processor.&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle"

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Die Entwicklung bleibt abzuwarten: Ob der Vorstoß aus M-V auf der JuMiKo Gehör findet, dürfte die Debatte um Lebensmittelverschwendung und die Zukunft des Containerns auf Bundesebene weiter anheizen.

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