„Praxisorientierte Berufsreife“ an Regionalen Schulen und Gesamtschulen in Mecklenburg-Vorpommern
Neues zweijähriges Angebot bündelt „Produktives Lernen“ und „Berufsreife dual“ für 350 Schülerinnen und Schüler
Im Schuljahr 2026/2027 startet an 32 Regionalen Schulen und Gesamtschulen in Mecklenburg-Vorpommern das neue Bildungsangebot „Praxisorientierte Berufsreife“. Damit führt das Land die bisherigen Angebote „Produktive Lernen“ und „Berufsreife dual“ zusammen.
Nach Angaben des Bildungsministeriums werden im neuen Schuljahr 350 Schülerinnen und Schüler das Angebot nutzen. Sie lernen an denselben Standorten, an denen auch die bisherigen Angebote durchgeführt wurden.
Zweijähriges Angebot für praxisbezogenes Lernen
Die „Praxisorientierte Berufsreife“ ist ein zweijähriges Bildungsangebot der Flexiblen Schulausgangsphase. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die besser praxisbezogen lernen. Verbunden werden schulisches Lernen und Erfahrungen aus der Arbeitswelt.
Ziel ist der Erwerb der Berufsreife. Zugleich sollen sich dadurch die Chancen auf weitere Bildungswege verbessern. Auch der Weg zu einem höheren Schulabschluss bleibt offen.
Das sind die wichtigsten Neuerungen
- Praxis und Schule werden stärker verbunden: Schülerinnen und Schüler lernen an drei Tagen pro Woche in der Schule und besuchen an zwei Tagen einen Betrieb oder eine Einrichtung.
- Der Unterricht wird künftig in Schulhalbjahren organisiert und nicht mehr in Trimestern.
- Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die die Jahrgangsstufe 7 beendet haben.
- Neu ist der Zugang auch für Jugendliche, die mindestens 14 Jahre alt sind.
- Ein Einstieg nach der Jahrgangsstufe 8 ist ebenfalls möglich.
- Die Lerngruppen umfassen maximal 18 Schülerinnen und Schüler.
- Schülerinnen und Schüler, die die Voraussetzungen für die Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 erfüllen, können nach der Jahrgangsstufe 9 in eine Klasse der Jahrgangsstufe 10 derselben Schule wechseln und dort die Mittlere Reife erwerben.
Voraussetzungen und Zielgruppe
Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die Interesse am praxisorientierten Lernen haben. Erwartet werden zudem ein ausreichendes Maß an Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Bereitschaft zur Mobilität.
Land stellt 5,8 Millionen Euro bereit
Für die „Praxisorientierte Berufsreife“ stellt das Land 5,8 Millionen Euro bereit. Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden, um mehr Schülerinnen und Schülern die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss zu eröffnen.
Im Schuljahr 2025/2026 hatten insgesamt 280 Schülerinnen und Schüler die Angebote „Produktive Lernen“ und „Berufsreife dual“ besucht.
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