Rostocker Bürgerschaft berät über neuen Mobilitätsplan

Rostocks Gremien beraten den SUMP-Projektantrag für eine strategische Mobilitätsplanung. Das Vorhaben ist von Fördermitteln und Zustimmung abhängig.

Von Redaktionsteam Rostock1 Min. Lesezeit
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Rostocks Mobilitätsplanung soll um einen strategischen Rahmen ergänzt werden. Die kommunalpolitischen Gremien beraten dazu den Projektantrag „SUMP Rostock“ (Sustainable Urban Mobility Plan). Die Bürgerschaft hat noch nicht entschieden.

Der Plan soll Anforderungen an sichere und verlässliche Wege für Fuß-, Rad-, Auto- sowie Bus- und Bahnverkehr zusammenführen und in konkrete Maßnahmen mit klaren Zuständigkeiten übersetzen. Als Grundlage dient der Mobilitätsplan Zukunft von 2017, der nach einer externen Prüfung bereits rund 60 bis 70 Prozent der SUMP-Kriterien erfüllt. Das Projekt soll die noch bestehenden Lücken schließen.

Digitales Instrument soll Maßnahmen und Fortschritte zeigen

Vorgesehen ist ein digitales Arbeitsinstrument auf Kartenbasis. Es soll geplante Maßnahmen, Zuständigkeiten und Umsetzungsstände abbilden. Ein Mobilitäts-Dashboard soll außerdem Kennzahlen zum Verkehr und zur Erreichung der gesetzten Ziele sichtbar machen. Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft aus Stadt und Umland sollen in den Prozess einbezogen werden.

Rostock Business und die ROSTOCK PORT GmbH haben ihre Unterstützung in Absichtserklärungen zugesichert. Rostock Business will insbesondere die Perspektive der Wirtschaft und die Beteiligung ansässiger Unternehmen stärken. ROSTOCK PORT unterstützt die Planung eines Verkehrs- und Mobilitätshubs am Überseehafen, der die Anbindung für Reisende verbessern und Personen- und Güterverkehr besser verknüpfen soll.

Projekt hängt von Gremien und Bundesförderung ab

Das Projekt ist vorbehaltlich der Zustimmung der kommunalpolitischen Gremien für den Zeitraum von Januar 2027 bis Juni 2029 geplant. Es umfasst rund 783.000 Euro. 90 Prozent sollen aus Bundesmitteln kommen; den städtischen Eigenanteil von rund 78.300 Euro trägt die Stadt. Über den Förderantrag auf Bundesebene wird voraussichtlich Mitte Dezember entschieden. Die Verwaltung bereitet bis dahin Ausschreibungen vor, soweit das Förderrecht dies zulässt. Die Bürgerschaft soll bis 2029 jährlich über den Projektstand informiert werden.

Die Beschlussvorlage trägt die Nummer 2026/BV/1896. Sie ist unter „Gemeindliches Einvernehmen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum Projektantrag `SUMP Rostock´“ abrufbar.

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